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Abmahnung von Airbnb: Erhebliche Verstöße gegen Verbraucherrecht

Airbnb unter Beschuss. (Foto: dpa)

Die EU-Kommission hat Airbnb wegen mangelnder Preistransparenz und Verletzung von Kennzeichnungspflichten abgemahnt. Das könnte besonders eine bestimmte Gruppe deutscher Vermieter betreffen.

Unangenehme Post für Airbnb: Die EU-Kommission hat die Wohnungsvermittlung Airbnb abgemahnt. Dabei geht es vor allem um die Preisangaben des Ferienwohnungsvermittlers, die den Verbraucherschützern unklar erscheinen und die nach Angaben der Kommission teilweise gegen EU-Recht verstoßen – auch, weil in einigen Fällen die Konditionen wenig transparent gehalten seien. Im Einzelnen halte sich das Unternehmen nicht ausreichend an die europäischen Vorschriften wie die Richtlinien über unlautere Geschäftspraktiken und missbräuchliche Vertragsklauseln oder die Verordnung über die gerichtliche Zuständigkeit in Zivil- und Handelssachen. Airbnb hat jetzt bis Ende August Zeit, nachzubessern.

Preise bei Airbnb müssen klarer gekennzeichnet werden

Bei der Preisauszeichnung geht es vor allem darum, dass das Unternehmen den Gesamtpreis inklusive aller Nebenkosten angeben muss – dazu gehören auch Dienstleistungen wie eine Endreinigung. Das ist bei allen Vermietungsportalen im Reisebereich so geltendes Recht und sei daher auch für besondere Geschäftsmodelle wie das der Airbnb-Vermieter erforderlich, begründete die EU-Kommission die Abmahnung. Fehlerhaft sei auch die Angabe zum Vermieter: Handelt es sich dabei um einen gewerblichen Vermieter, gelten andere Regeln als bei Geschäften zwischen Privatpersonen.

Doch gerade das dürfte vielen Nebenbeivermietern, die mit ihrer Privatwohnung am Mietvertrag vorbei ein wenig Geld verdienen wollen, nicht gefallen. Und auch Vermieter, die eine Wohnung lieber teuer tageweise als dauerhaft vermieten, müssen Ärger mit der Verwaltung befürchten. Denn verschiedene deutsche Städte sind inzwischen angesichts der knappen Mietwohnungen und des angespannten Wohnungsmarktes in den Metropolen auf der Jagd nach Airbnb-Vermietern, die privaten Wohnraum tageweise untervermieten. In einem Fall in München wurde ein Vermieter zu einer Geldstrafe von 33.000 Euro verurteilt, weil er eine Mietwohnung zweckentfremdet und an Medizintouristen vermietet hatte. Die privaten Vermieter sind übrigens auch ein Dorn im Auge zahlreicher Hotels.

Das US-Portal ist nicht das erste Unternehmen, das sich die EU-Kommission aus diesem Grund vorknöpft. In der Vergangenheit waren vor allem Reise- und Ferienwohnungsportale ins Visier der Verbraucherschützer geraten. Das Unternehmen Airbnb hat angekündigt, in jeder Hinsicht kooperativ mit den Behörden zusammen zu arbeiten und die gerügten Punkte bis Ende August abzustellen.

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Eine Reaktion
Werner Laude

Freut mich.. ich nutze AirBnB gerne, aber das fand ich immer nervig: Du klickst auf ein günstiges Angebot und siehst dann erst später unverschämt hohe Reinigungskosten. Es doch logisch das nach der Vermietung gereinigt werden muss.

Antworten

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