News

EU-Kommission entscheidet – Apple darf Shazam übernehmen

Shazam-Übernahme durch Apple genehmigt. (Foto: Hadrian/Shutterstock)

Die EU-Kommission hat die geplante Übernahme von Shazam durch Apple genehmigt. Eine eingehende Prüfung der Fusion habe keine negativen Auswirkungen auf den Wettbewerb ergeben.

Im Dezember 2017 hatte Apple die zuvor kolportierte Übernahme des Musikerkennungsdienstes Shazam bestätigt. Im April hatte die Europäische Kommission daraufhin ein Verfahren zur Prüfung des Zusammenschlusses eingeleitet. Ausschlaggebend dafür waren Bedenken, dass „die Fusion die Wahlmöglichkeiten für Nutzer von Musik-Streamingdiensten einschränken“ könnte. Nach einer eingehenden Prüfung hat die EU-Kommission die Übernahme jetzt genehmigt, wie es in einer entsprechenden Mitteilung heißt.

Shazam-Übernahme durch Apple: EU sieht keine Einschränkung des Wettbewerbs

„Nach einer gründlichen Analyse der Nutzer- und Musikdaten von Shazam sind wir zu dem Schluss gelangt, dass die Übernahme durch Apple den Wettbewerb auf dem Markt für digitale Musik-Streamingdienste nicht einschränken würde“, erklärte die für Wettbewerbspolitik zuständige EU-Kommissarin Margrethe Vestager. Schon zuvor war klar, dass Apple und Shazam sich gegenseitig ergänzende Dienstleistungen bieten und nicht direkt miteinander im Wettbewerb stehen.

Die EU-Kommission wollte aber sicherstellen, dass Apple durch die Shazam-Übernahme nicht in den Besitz von Kundendaten seiner Wettbewerber, etwa Spotify, gelangen könne. Solche Daten hätte Apple, so die EU-Kommission, nutzen können, um Kunden seiner Wettbewerber von einem Wechsel zu Apple Music zu überzeugen. Auch sollte geklärt werden, ob Apple seine Wettbewerber sehr benachteiligen würde, wenn der iPhone-Konzern bei Shazam die Weiterleitung an diese unterbinden würde.

Um das herauszufinden, hatte die EU-Kommission eigenen Angaben zufolge in den vergangenen Monaten zahlreiche Prüfmaßnahmen durchgeführt und Feedback von Musikstreaming- und -Erkennungsdiensten erhalten. Die Ergebnisse der Analyse hätten ergeben, dass etwa die Beschränkung des Zugangs zur Shazam-App für die Wettbewerber vernachlässigbar sei. Auch der Zugang zu möglichen Kundendaten hätte demnach kaum negative Auswirkungen auf die Wettbewerber.

Ebenfalls interessant: Apple Music hat in den USA jetzt mehr zahlende Kunden als Spotify

Bitte beachte unsere Community-Richtlinien

Wir freuen uns über kontroverse Diskussionen, die gerne auch mal hitzig geführt werden dürfen. Beleidigende, grob anstößige, rassistische und strafrechtlich relevante Äußerungen und Beiträge tolerieren wir nicht. Bitte achte darauf, dass du keine Texte veröffentlichst, für die du keine ausdrückliche Erlaubnis des Urhebers hast. Ebenfalls nicht erlaubt ist der Missbrauch der Webangebote unter t3n.de als Werbeplattform. Die Nennung von Produktnamen, Herstellern, Dienstleistern und Websites ist nur dann zulässig, wenn damit nicht vorrangig der Zweck der Werbung verfolgt wird. Wir behalten uns vor, Beiträge, die diese Regeln verletzen, zu löschen und Accounts zeitweilig oder auf Dauer zu sperren.

Trotz all dieser notwendigen Regeln: Diskutiere kontrovers, sage anderen deine Meinung, trage mit weiterführenden Informationen zum Wissensaustausch bei, aber bleibe dabei fair und respektiere die Meinung anderer. Wir wünschen Dir viel Spaß mit den Webangeboten von t3n und freuen uns auf spannende Beiträge.

Dein t3n-Team

Schreib den ersten Kommentar!

Melde dich mit deinem t3n Account an oder fülle die unteren Felder aus.