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EU-Kommission stellt Publikationen unter offene Lizenz

Die EU-Kommission stellt ihre eigenen Dokumente unter eine CC-Lizenz. (Foto: dpa)

Zur Abwechslung mal etwas Positives in Sachen Urheberrecht und EU: Die EU-Kommission stellt sämtliche Inhalte unter eine Creative-Commons-Lizenz. Damit könnte sie der Bundesregierung ein gutes Beispiel geben.

Die Europäische Kommission hat seit Anfang des Jahres ihre Inhalte unter zwei Creative-Commons-Lizenzen gestellt. Schon im Februar kündigte die Kommission an, die meisten Dokumente unter CC BY 4.0 zur Verfügung zu stellen, soweit dies durch die rechtlichen Rahmenbedingungen möglich sei – damit können Nutzer die Inhalte teilen, verändern und für jeden erdenklichen Zweck nutzen, sofern der Urheber genannt wird. Metadaten und Rohdaten, die durch EU-Stellen erhoben werden, fallen sogar unter eine Public-Domain-Lizenz.

Dem vorausgegangen war ein Beschluss von 2011, der dies inhaltlich vorsah, aber noch nicht die Begriffe der Creative Commons beinhaltete. Sowohl die Creative-Commons-Bewegung als auch die Wikimedia-Foundation begrüßen das Verhalten der Europäischen Union. Unabhängig von der Liberalisierung der Rechte setzt sich die Europäische Kommission dafür ein, dass möglichst viele der Dokumente in möglichst vielen der (weiter verbreiteten) Sprachen Europas veröffentlicht und verbreitet werden können.

EU geht mit gutem Beispiel voran

Weniger übersichtlich bleibt die Situation bei den Publikationen der Bundesregierung (die damit freilich in einer langen Reihe anderer Regierungen steht). Hier hängt es vom jeweiligen Ministerium oder der herausgebenden Stelle ab, was erlaubt ist und was geduldet wird.

t3n meint:

Die EU geht zumindest in diesem Punkt mit gutem Beispiel voran, auch wenn sie sich im Hinblick auf urheberrechtliche Entscheidungen in der jüngsten Vergangenheit nicht mit Ruhm bekleckert hat. Sie sorgt damit für Rechtssicherheit, wie man sie sich auch an anderer Stelle wünschen würde. Die deutschen Regierungsinstitutionen des Bundes und der Länder sollten ähnlich einheitliche Regelungen vorsehen und diese vor allem klar kommunizieren, was bisher nicht stattfindet.

Tobias Weidemann

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