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Nach EU-Schlappe: Google soll Preisvergleich von der Suche abkoppeln

Foto: l i g h t p o e t / Shutterstock.com

Nach der verhängten Wettbewerbsstrafe für Google soll der Konzern die Konsequenzen ziehen – und den Preisvergleich von der Suche abkoppeln, damit weitere Verstöße verhindert werden können.

Google will laut einem Medienbericht nach der Rekord-Wettbewerbsstrafe der EU-Kommission seine umstrittene Shopping-Suche in eine eigenständige Einheit auslagern. Dieser neue Google-Bereich solle dann um Anzeigenplätze am oberen Ende der Suchergebnisse gegen Konkurrenten bieten, beschrieb der Finanzdienst Bloomberg den Plan am Dienstag unter Berufung auf informierte Personen.

Rekord-Wettbewerbsstrafe für Google

Die Brüsseler Kommission hatte wegen der Produkt-Anzeigen in Suchergebnissen im Juni eine Rekord-Wettbewerbsstrafe von 2,42 Milliarden Euro gegen Google verhängt. Die zuständige Kommissarin Margrethe Vestager wirft dem Internet-Konzern unfairen Wettbewerb vor: Er habe seine dominierende Position zum Schaden von Konkurrenten und Verbrauchern missbraucht. Google zog gegen die Kartellstrafe vor Gericht.

Ein Bieterverfahren um die Plätze in der Produktsuche hatte Google bereits in den vergangenen Jahren vorgeschlagen, als Teil von Zugeständnissen, die schließlich von der Kommission abgewiesen wurden. dpa

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Eine Reaktion
Marc O.

Letztendlich wäre der Titel "Google verar*** EU-Kommission" passender. Google koppelt gar nichts ab, sondern blendet die Anzeigen der Preisvergleicher mit in die normalen Shopping-Ergebnisse ein, was nichts anderes als Arbitrage ist. Man kann das ja schon teilweise beobachten.

Was ist der Effekt? Google verdient noch mehr! Zumindest wenn die Preisvergleicher am selben Bietverfahren wie die Shops teilnehmen, wird das die Konkurrenz und die CPC hochtreiben und der Shop zahlt drauf. Die Preisvergleicher werden mitbieten, solange es sich für sie lohnt, d.h. die unteren CPC-Bereiche fallen an die Preisvergleicher und sobald die Grenze der Preisvergleicher erreicht ist, zahlt der Shop den höheren CPC weiter an Google.

Auf der anderen Seite hat der Preisvergleicher als Preisvergleicher auch nicht viel davon, denn der Klick geht direkt auf den Shop und der Nutzer sieht den Preisvergleicher nicht und kann nichts vergleichen.

Alle verlieren, nur Google gewinnt und zwar doppelt, denn neben höheren CPC haben sie aufeinmal auch noch das Inventar der Preisvergleicher bei sich gelistet. Nächste Phase ist dann der Direktkauf direkt bei Google und der Wandel von Google zum Marktplatz.

EU-Kommission:
Schmeiß die Leute, die das zugelassen haben, raus und such dir welche, die Internet verstanden haben. Das ist erbärmlich!

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