News

EU-Staaten wollen Digitalwährungen wie Libra erstmal nicht zulassen

Facebook arbeitet an seiner neuen Kryptowährung Libra. (Foto: Mercigod/ Shutterstock)

Die EU-Finanzminister sehen Chancen und Risiken in Digitalwährungen. Erstmal wollen sie sie nicht zulassen – jedenfalls nicht ohne klare Regeln.

Solange die Frage der Regulierung von Digitalwährungen wie Libra nicht geklärt ist, wollen die EU-Staaten sie nicht zulassen. In einer gemeinsamen Erklärung haben die EU-Finanzminister und die Europäische Kommission festgehalten, dass vorher rechtliche Klarheit über den Status von Stablecoins gelten muss. Zu bisher geplanten Projekten gebe es nicht genug Information, um darüber zu entscheiden.

„Der Rat der EU und die Europäische Kommission sind vorbereitet, alle nötigen Maßnahmen zu ergreifen, um angemessene Standards im Verbraucherschutz sowie geordnete monetäre und finanzielle Bedingungen zu gewährleisten“, heißt es in der Erklärung.

Mögliche Risiken: Geldwäsche und Terrorfinanzierung

„Technische Innovationen können große ökonomische Vorteile für den Finanzsektor bringen“, halten die Minister ganz zu Anfang fest. In den folgenden Punkten schränken sie diese Aussage dann ein und verweisen auf die Risiken und Unklarheiten.

Stablecoins könnten Zahlungen schneller und einfacher machen, aber gleichzeitig würden sie Risiken für den Verbraucherschutz, Besteuerung oder Terrorismusfinanzierung mit sich bringen. Es sei eine globale Antwort auf diese Herausforderungen nötig.

Der Rat der EU und die Europäische Kommission wollen demnach ein Regelwerk vorschlagen, mit dem die Chancen genutzt und die Risiken eingedämmt werden könnten. Vor allem Maßnahmen gegen Geldwäsche und Terror-Finanzierung seien nötig.

Das Aufkommen von Initiativen wie Libra zeige die Notwendigkeit, die Zahlungssysteme immer weiter zu verbessern und so den Anforderungen des Marktes gerecht zu werden – und zwar grenzüberschreitend. Diese Aussage könnte eine Anspielung darauf sein, dass die EU selbst überlegt, eine eigene Digialwährung einzuführen.

Die lauter werdenden kritischen Stimmen haben dazu geführt, dass sich bereits wichtige Partner aus dem Libra-Projekt zurückgezogen haben. Politiker aus Europa und den USA hatten immer wieder vor den Risiken gewarnt und eine Regulierung angekündigt.

Mehr zum Thema:

Bitte beachte unsere Community-Richtlinien

Wir freuen uns über kontroverse Diskussionen, die gerne auch mal hitzig geführt werden dürfen. Beleidigende, grob anstößige, rassistische und strafrechtlich relevante Äußerungen und Beiträge tolerieren wir nicht. Bitte achte darauf, dass du keine Texte veröffentlichst, für die du keine ausdrückliche Erlaubnis des Urhebers hast. Ebenfalls nicht erlaubt ist der Missbrauch der Webangebote unter t3n.de als Werbeplattform. Die Nennung von Produktnamen, Herstellern, Dienstleistern und Websites ist nur dann zulässig, wenn damit nicht vorrangig der Zweck der Werbung verfolgt wird. Wir behalten uns vor, Beiträge, die diese Regeln verletzen, zu löschen und Accounts zeitweilig oder auf Dauer zu sperren.

Trotz all dieser notwendigen Regeln: Diskutiere kontrovers, sage anderen deine Meinung, trage mit weiterführenden Informationen zum Wissensaustausch bei, aber bleibe dabei fair und respektiere die Meinung anderer. Wir wünschen Dir viel Spaß mit den Webangeboten von t3n und freuen uns auf spannende Beiträge.

Dein t3n-Team

Schreib den ersten Kommentar!

Melde dich mit deinem t3n Account an oder fülle die unteren Felder aus.

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus!

Hey du! Schön, dass du hier bist. 😊

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus, um diesen Artikel zu lesen.

Wir sind ein unabhängiger Publisher mit einem Team bestehend aus 65 fantastischen Menschen, aber ohne riesigen Konzern im Rücken. Banner und ähnliche Werbemittel sind für unsere Finanzierung sehr wichtig.

Danke für deine Unterstützung.

Digitales High Five,
Stephan Dörner (Chefredakteur t3n.de) & das gesamte t3n-Team

Anleitung zur Deaktivierung