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EuGH macht keine Ausnahme bei Referaten: Das Urheberrecht gilt auch für Schüler

Der Europäische Gerichtshof in Luxemburg. (Foto: Peter Fuchs / Shutterstock.com)

Schüler dürfen auch im Rahmen von Referaten keine Fotos aus dem Internet online veröffentlichen. Der Europäische Gerichtshof gibt einem Berufsfotografen Recht.

Wer ein Foto von einer Website runterlädt und auf der Schulhomepage veröffentlicht, macht es damit einem neuen Publikum zugänglich – das ist ohne Zustimmung des Urhebers nicht erlaubt. Dabei gilt auch für Schüler, die das Foto für ein Referat nutzen, keine Ausnahme. Das hat der Europäische Gerichtshof in Straßburg am Dienstag in einem Urteil klargestellt – die Veröffentlichung stufen sie als rechtlich geschütztes „öffentliches Zugänglichmachen“ ein.

Berufsfotograf sieht sein Urheberrecht verletzt

Geklagt hatte ein Berufsfotograf. Er hatte sein Foto einem Reisemagazin-Portal zur Verfügung gestellt, wo es jeder einsehen und auch downloaden konnte. Das hatte eine Schülerin aus NRW für ein Referat gemacht. Das Referat landete dann auf der Schulhomepage – inklusive Foto. Das war nicht erlaubt: Die Zustimmung des Fotografen wäre nötig gewesen, urteilte jetzt der EuGH.

Das Foto zu verlinken, wäre okay gewesen

Dass die Schule mit dem Foto keinen Gewinn machen wollte, dass die Schülerin die Quelle angegeben hatte und dass das Foto im schulischen Kontext genutzt wurde, spielt demnach keine Rolle.

Die Schülerin hätte das Reisemagazin-Portal aber verlinken können, anstatt das Foto von dort herunterzuladen und dann auf der Schulhomepage wieder hochzuladen, wie der Gerichtshof mitteilt. Denn Hyperlinks würden zum guten Funktionieren des Internets beitragen – im Gegensatz zum Veröffentlichen von Fotos ohne die Zustimmung des Urhebers.

Der Bundesgerichtshof hatte die Straßburger Richter in diesem Fall gebeten, die Urheberrechtslinie auszulegen und dürfte jetzt im Sinne des Urteils entscheiden.

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