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Europäische Cloud-Lösung nimmt Gestalt an

Peter Altmaier plant eine Dateninfrastruktur für Europa.(Foto: Alexandros Michailidis/ Shutterstock)

Europa soll eine eigene Infrastruktur für den Datenverkehr bekommen. An der Planung sind unter anderem die Deutsche Bank, Telekom und SAP beteiligt.

Vor dem Digitalgipfel am Dienstag in Dortmund sind Details zur geplanten europäischen Datencloud bekannt geworden. Das Projekt namens Gaia-X solle die Serverkapazitäten vieler kleiner und großer Unternehmen vernetzen, heißt es in einem 34-seitigen Papier, das der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) vorliegt. Demnach will Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) seine Pläne am Dienstag vorstellen.

Unabhängigkeit von amerikanischen Diensten

Ziel dieser vernetzten Dateninfrastruktur sei, dass „Daten sicher und vertrauensvoll verfügbar gemacht, zusammengeführt und geteilt werden können.“ Auf diese Weise sollen europäische Unternehmen unabhängiger von amerikanischen oder chinesischen Cloud-Diensten werden.

Gaia-X solle für offene und einheitliche Schnittstellen sorgen und so einen Datenverkehr zwischen Unternehmen ermöglichen. Die Nutzer sollen dann direkt mit den einzelnen Anbietern Verträge abschließen. Altmaier hofft, dass sich durch den Austausch großer Datenmengen neue Geschäftsmodelle entwickeln, sagte er gegenüber der FAZ.

Erste Anwendungen 2020

Das Wirtschaftsministerium habe die Pläne gemeinsam mit Akteuren aus der Wirtschaft, dem Gesundheitswesen, der öffentlichen Verwaltung und der Wissenschaft entwickelt. Dazu gehören Mitarbeiter von Unternehmen wie der Deutschen Telekom, SAP, Bosch, Siemens, DE-CIX, Festo, Atos und Arago. Auch Verbände wie Bitkom, BDI und Eco seien beteiligt gewesen.

Auch wenn Gaia-X als europäische Alternative zu amerikanischen und chinesischen Anbietern gedacht ist, soll es für Marktteilnehmer außerhalb Europas offen sein. Voraussetzung sei allerdings, dass diese die Ziele der Datensouveränität und Datenverfügbarkeit teilen.

Im ersten Halbjahr 2020 soll eine entsprechende europäische Organisation gegründet werden. Erste Anwendungen solle es Ende 2020 geben.

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Ein Kommentar
Achim Willer
Achim Willer

Ernsthaft, die Deutsche Bank ist da mit dabei? Der Laden hat seine IT-System nachweislich nicht im Griff, die System sind hornalt. Die Deutsch Bank hat nicht mal ihr Kernbusiness im Griff. Die planen da mit… Das ist absurd.

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