E-Commerce

Europas Onlinehändler reichen Petition gegen Handelsverbote ein

Die Initiative „Choice in E-Commerce“ hat heute dem Vizepräsidenten der EU-Kommission eine Petition von über 14.000 Online-Händlern überreicht, in diesem Schriftstück protestieren die Händler gegen Verkaufseinschränkungen oder Handelsverbote der großen Markenhersteller. Besonders kleine bis mittlere Unternehmen würden von solchen Einschränkungen hart getroffen, selbst eine Insolvenz sei unter Umständen nicht auszuschließen, so die Initiative. Viele Markenhersteller schränken mittlerweile den Verkauf ihrer Produkte im Internet ein: entweder dürfen Produkte gar nicht über Onlinemarktplätze oder zumindest nicht über bestimmte Marktplätze wie beispielsweise Amazon oder eBay angeboten werden. Verkaufseinschränkungen für eBay und Amazon existieren laut dem Rechtsexperten Christian Solmecke zum Beispiel bei Adidas, Deuter oder Mammut. Der Tenor der Markenhersteller ist meist sinngemäß derselbe: die Einschränkungen würden eingerichtet um qualitativ mangelhafte Präsentation und Beratung zu vermeiden. Zwischen den Zeilen lässt sich leicht die Angst vor einer banalen „Verramschung“ der Produkte herauslesen, wenn diese Angst nicht sowieso gleich offen geäußert wird. Die Initiative „Choice in E-Commerce“ macht sich für den Online-Handel stark und treibt deshalb seit langem die „Petition für Angebotsvielfalt und Innovation im Online-Handel“ voran. Nach Ansicht der Initiative schaden die Verkaufsverbote der Hersteller der Preisvielfalt und damit den Verbrauchern sowie kleineren Händlern die sich ein Ladengeschäft nicht leisten können oder wollen, oder auf den zusätzlichen Verkaufskanal angewiesen sind um überleben zu können. Könne ein Händler die Produkte die der Verbraucher wünscht, nicht mehr da einkaufen wo er wolle, dann wäre seine Existenz gefährdet – so argumentiert die Initiative auf ihrer Website.

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