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Mehr als eine Milliarde Euro gestohlen: Europol gelingt Schlag gegen Banken-Hacker

(Foto: STRINGER Image / Shutterstock.com)

Mit Hilfe von Schadsoftware konnten kriminelle Hacker mehr als eine Milliarde Euro von Banken stehlen. Europol hat jetzt gemeinsam mit den lokalen Behörden in Spanien den vermeintlichen Drahtzieher der kriminellen Vereinigung festgenommen.

100 Banken aus 40 Nationen wurden Opfer eines Malware-Angriffes. Seit 2013 konnten die kriminellen Hintermänner mehr als eine Milliarde Euro erbeuten. Nach Angaben von Europol konnte der mutmaßliche Drahtzieher der Operation jetzt von spanischen Behörden in Alicante verhaftet werden. Unterstützt wurden Europol und die spanische Polizei bei ihren Ermittlungen durch das FBI sowie die Strafverfolgungsbehörden von Rumänien, Weißrussland und Taiwan sowie von privaten Sicherheitsunternehmen.

Mit Hilfe ihrer Schadsoftware konnten die Kriminellen Geldautomaten dazu bringen, zu vorbestimmten Zeiten Geld auszuspucken. Das wurde dann von Mitgliedern der Bande vor Ort eingesammelt. Außerdem wurde die Software verwendet, um Kontostände künstlich zu erhöhen und dieses Geld dann ganz regulär von der Bank abzuheben. Zur Geldwäsche setzten die Kriminellen auf nicht näher spezifizierte Kryptowährungen.

Europol: Cyber-Kriminelle verschafften sich per Phishing Zugang zu Banken

Um Zugang zu den Bank-Servern zu erhalten, sendeten die Kriminellen gezielt Phishing-Mails an Bankmitarbeiter. Sobald sie einen Rechner mit ihrer Schadsoftware infiziert hatten, breitete sich die Software im internen Netzwerk aus, bis auch die kritische Infrastruktur der Banken erreicht werden konnte.

Die folgende Infografik von Europol zeigt nochmal im Detail, wie die Verbrecher vorgegangen sind. Ein Klick auf den Ausschnitt öffnet die vollständige Grafik.

So sind die Cyber-Bankräuber vorgegangen. (Grafik: Europol)

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