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Evergage: Personalisierte Werbung startet in Deutschland

Individuelle Werbung soll Onlinehändlern mehr Umsatz pro Kunde bringen. (Bild: Arthimedes / Shutterstock)

Wenn Onlinehändler ihren Umsatz steigern wollen, kommt schnell personalisierte Werbung ins Spiel. Jetzt startet Evergage, einer der US-Marktführer in diesem Bereich, sein Deutschlandgeschäft.

Personalisierung ist einer der wichtigsten Hebel im Online-Marketing. Verhaltensanalysen, umfassende Kundendaten und Machine Learning lassen sich für eine 1:1-Personalisierung in Echtzeit über alle Kanäle hinweg kombinieren. Ziel der Personalisierung ist die individuelle Ansprache aufgrund des bisherigen Kundenverhaltens, das analysiert und mit den Zielen des werbenden Unternehmens abgeglichen wird. Das Interesse dahinter ist die Steigerung des Kundenengagement und der Conversion des Werbekunden, der situativ, also etwa je nach Tageszeit, Wetterlage oder Endgerät passend angesprochen werden soll.

So soll beispielsweise ein Kunde, der sich Produkte einer bestimmten Warengruppe und Preisklasse angesehen hat, die passenden Angebote angezeigt bekommen – basierend auf den Klicks anderer Käufer und idealerweise den bisherigen Verhaltensweisen des Kunden selbst. Optimalerweise versucht eine Personalisierungs-Plattform, den Kunden über sämtliche Kanäle hinweg wiederzuerkennen und die bereits bekannten Informationen entsprechend zu matchen. Doch viele Händler sind aufgrund ihrer Datenlage dazu noch gar nicht in der Lage.

Evergage startet Deutschlandstützpunkt

Hier will Evergage helfen, einer der größten Anbieter im Bereich der Echtzeit-Personalisierungsplattformen. Das Unternehmen, das 2010 gegründet wurde, gilt in den USA als Marktführer in diesem Bereich und geht dieser Tage mit einem Deutschland-Büro in Stuttgart an den Start. In einem ersten Schritt soll mit dem Europastützpunkt die Region Mitteleuropa adressiert werden. Geleitet wird die europäische Dependance von Gregor Wolf, der über 20 Jahre Erfahrung in der digitalen Marketingbranche verfügt und zuvor als Geschäftsführer für den Cross-Channel-Marketing-Spezialisten Experian (jetzt: Cheetah Digital) in Deutschland tätig war. Erste europäische Kunden kommen aus der Automobil- und E-Commerce-Branche.

Gregor Wolf erklärt, warum es in vielen Fällen so schwierig ist, die passenden Angebote anzuzeigen: Im Markt herrsche beim Thema Echtzeitpersonalisierung Bedarf nach einer Lösung, die als zentrale Plattform kanalübergreifend funktioniert – und das bei möglichst einfacher Bedienung. Er ist sich sicher, dass der deutschsprachige Raum noch immensen Nachholbedarf bei diesem Thema habe: „Insgesamt haben Unternehmen und Marketers hier bei weitem noch nicht die enormen Vorteile freigesetzt, die die Personalisierung mit sich bringt. Da ist Personalisierung meist gleichbedeutend mit Empfehlungen oder A/B-Tests. Aber es ist viel mehr als das.“

Deutsche E-Commerce-Unternehmen haben Nachholbedarf

In der Tat zeigt der Blick in die USA ein anderes Bild: Dort ist die individuelle Kundenansprache schon deutlich weiter fortgeschritten als hierzulande. Das hängt insbesondere damit zusammen, dass auch E-Commerce-Unternehmen mit spitzer Zielgruppe mehr Daten sammeln und systematisch auswerten lassen. Es dürfte also gerade in Deutschland nicht nur ein Problem der fehlenden Tools sein, sondern eher des fehlenden Know-hows bei Marketern und Händlern. Denn selbst wenn Amazon, Otto Group und die anderen großen Player schon recht gute Ergebnisse bei der individuellen Beobachtung des Kunden über die Customer Journey hinweg vorweisen können, sind es gerade die kleineren Händler, die bei der Conversionsoptimierung noch Nachholbedarf haben.

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