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150-Millionen-Deal: Geschasster Uber-CEO Travis Kalanick ist zurück

Travis Kalanick. (Bild: dpa)

Der umstrittene Uber-Gründer und -CEO ist zurück im Chefsessel. 150 Millionen US-Dollar steckt Travis Kalanick in das Immobilien-Startup CSS und übernimmt dessen Leitung.

Eine Reihe von Skandalen zwang Uber-Gründer Travis Kalanick im Sommer des vergangenen Jahres zum Rücktritt vom CEO-Posten bei dem US-Taxidienst. Im Januar soll Kalanick 1,4 Milliarden Dollar für seine verbliebenen Uber-Anteile erhalten haben. Mit dem Geld gründete der Unternehmer den Investmentfonds 10100. Jetzt hat Kalanick offenbar das erste Investment getätigt. 150 Millionen Dollar fließen in das Immobilien-Startup City Storage Systems (CSS), wie Recode berichtet.

Kalanick wird CEO bei CSS

Im Zuge des Einstiegs bei CSS wird Kalanick zum CEO befördert, die Mehrzahl der bisherigen Investoren werden laut einem Insider ausbezahlt. Zu den bisherigen finanziellen Unterstützern des Startups gehört etwa der bekannte Silicon-Valley-Investor Chamath Palihapitiya von Social Capital. CSS hat derzeit 15 Mitarbeiter und ist darauf spezialisiert, nicht mehr genutzte Immobilien in Räume für neue Branchen umzuwandeln – etwa für Essenslieferdienste oder den Online-Handel.

Bisheriger Chef des Startups, das aus den beiden Bereichen Cloudkitchens und Cloudretail besteht, ist mit Diego Berdakin ein Uber-Investor der ersten Stunde. Cloudkitchens bezeichnete sich schon mal als das „Amazon der Essenslieferbranche“, es liefert die Infrastruktur und Softwarelösungen für entsprechende Unternehmen. Cloudkitchens arbeitet übrigens mit Ubereats zusammen, einem Projekt des Ride-Sharing-Services, für das sich Kalanick besonders eingesetzt haben soll. Entsprechend kamen vom aktuellen Uber-Chef Dara Khosrowshahi Glückwünsche per Twitter.

CSS ist Kalanicks viertes Startup. Außer Uber hatten sie höchstens ein paar Dutzend Mitarbeiter, wie Businessinsider berichtet. Das erste Startup, Scour, das wie Napster File-Sharing anbot, musste aufgrund von Urheberrechtsklagen aufgeben. Das zweite Startup, Red Swoosh, wurde im Jahr 2007 von Akamai für knapp 19 Millionen Dollar aufgekauft. Laut Forbes verfügt Kalanick über ein Vermögen von 4,8 Milliarden Dollar und belegt Platz 422 der Liste der reichsten Menschen.

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