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Robo-Bein: Dieses Exoskelett lässt Einbeinige normal gehen

Ein neues Exoskelett ermöglicht Menschen mit Beinamputationen einen normalen, nahezu humpelfreien Gang. Das Roboterbein unterstützt Beinamputierte fast so gut beim Gehen wie ein echtes.

2 Min. Lesezeit
Dieses Exoskelett nimmt Einbeinigen das Humpeln. (Screenshot: Youtube/t3n)

Das neue Roboterbein der Universität von Utah ist mehr als nur eine Prothese. Das System geht sozusagen von selbst. Dazu enthält es Sensoren und Prozessoren, die die Bewegungen des Trägers analysieren, um auf dieser Basis eine möglichst passgenaue Unterstützung liefern zu können.

Das Roboterbein bietet aktive Gehunterstützung statt bloßer Gleichgewichtsfunktion

Das Exoskelett gibt gerade so viel Unterstützung, dass sich das Gehen natürlich anfühlt und der Träger nicht zu viel Energie aufwenden muss, um einen Schritt zu machen. Der Ingenieur und Hauptentwickler Tommaso Lenzi von der University of Utah vergleicht seine Erfindung gern mit der Benutzung eines Elektrofahrrads bei Bergauffahrten.

Das folgende Video zeigt das Exoskelett in Aktion. Auch für Nichtfachleute ist gut erkennbar, dass der Proband mit der Hilfe des Exoskeletts praktisch nicht mehr humpelt.

Da das Exoskelett um die Taille geschnallt wird, ist es in der Lage, aus einer stabilen Körperverbindung zu agieren. Deshalb können die eingebauten Prozessoren die motorisierten Beinkomponenten so steuern, dass sie einen gleichmäßigen Gang unterstützen. Damit hilft das Roboterbein seinem Träger tatsächlich beim Gehen, anstatt nur eine passive Gleichgewichtsunterstützung zu bieten.

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Probanden sind begeistert

Die bisher nur sechs Testpersonen zeigen sich einhellig begeistert von Lenzis Erfindung. Der Vergleich mit dem Pedelec scheint dabei nicht sonderlich weit hergeholt. „Es fühlte sich an, als hätte ich einen starken Wind im Rücken, der mich die Straße entlang schob“, gibt einer der Probanden zu Protokoll und fügt hinzu, dass das Gerät dem Gehen auf echten Beinen am nächsten kommt. Der Proband hatte ein Bein im Zuge eines Unfalls verloren.

Als ich es das erste Mal benutzte, war es so, als ob meine Muskeln völlig mit diesem Exoskelett verschmolzen wären, und es half ihnen, sich schneller zu bewegen. Es half meinem Bein, sich zu entspannen und sich einfach vorwärts zu bewegen und zu gehen. Ich könnte wahrscheinlich kilometerweit mit diesem Ding laufen, weil es meine Muskeln bei der Bewegung unterstützt.

Stan Schaar, Proband und pensionierter Computer-Administrator

Erste Forschungsergebnisse zum Robo-Bein hat Entwickler Lenzi am Montag in der Zeitschrift Nature Medicine veröffentlicht.

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