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Extended Reality – jetzt will Qualcomm Augmented-Reality-Brillen zur Mode machen

(Foto: Nreal)

Hololens 2 ist unmodisch und teuer: Das denkt zumindest Qualcomm und stellt ein Konzept vor, das Augmented-Reality-Headsets als Brillen für Endkunden ermöglichen soll. Kern des Projekts sind viele Partner und der Snapdragon 855. Ein erstes Konzept wird schon entwickelt.

Qualcomm will mit Partnern kooperieren, um sogenannte Extended-Reality-Headsets (XR) zu entwickeln. Das ist der Marketingbegriff für Virtual-Reality-Geräte, die per USB Typ C an ein Host-Smartphone angeschlossen werden, berichtet das IT-Magazin Venturebeat. Im Headset befinden sich lediglich diverse Sensoren und Bildschirme, um Informationen anzuzeigen und mit ihnen zu interagieren.

Der Vorteil daran ist klar: Hersteller können leichte und kompakte VR-Systeme entwickeln, die auch als Modeaccessoire oder herkömmliche Brillen von der Öffentlichkeit anerkannt werden – im Gegensatz zu industriellen Geräten wie etwa Hololens 2. Gleichzeitig senkt das die Kosten, um diese Technik überhaupt nutzen zu können. Venturebeat spricht von Hardware, die ein paar Hundert US-Dollar kosten würde.

XR-Headsets sollen per Inside-Out-Tracking Kopfbewegungen, die Position im Raum, aber auch Hände erkennen können. Die Technik findet auch in Mixed-Reality-Headsets Verwendung, die Microsoft in Kooperation mit Partnern wie HP, Acer und Asus vorgestellt hat. Als Recheneinheit dient Qualcomms ARM-CPU Snapdragon 855, die in künftigen High-End-Geräten wie dem Samsung Galaxy S10 verwendet wird. Es scheint, als sei der Chip die Voraussetzung für XR-Hardware, was eine große Menge an älteren Geräten ausschließt.

Erste Partner, die eigene XR-Headsets bauen wollen, sind Unternehmen wie Asus, LG, Oneplus und Xiaomi. Es ist aber das wenig bekannte Unternehmen Nreal, das derzeit ein erstes Gerät finanziert. Auf der CES 2019 stellte das Unternehmen die Smart Glasses Nreal Light mit austauschbaren und für Sehstärke geschliffenen Linsen vor. Die Displays haben eine 1080p-Auflösung, allerdings nur ein 52-Grad-Sichtfeld. 15 Millionen Dollar stehen für die Entwicklung zur Verfügung. Es wird sich zeigen, ob das Unternehmen damit Erfolg hat.

Autor des Artikels ist Oliver Nickel.

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