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Samsung Galaxy S9: Exynos 9810 mit Deep-Learning-Unterstützung vorgestellt

Samsung Galaxy S9 und S9+. (Bild: Samsungmobile.News)

Samsung hat seinen neuen Exynos-9810-Prozessor für das Galaxy s9 offiziell mit allen Details angekündigt. Der neue Chip hat KI-Support an Bord und soll 40 Prozent mehr Leistung bringen.

Exynos 9810 bringt 3D-Gesichtserkennung auf das Samsung Galaxy S9

Der Exynos 9810 ist im November erstmals erwähnt worden, jedoch hatte Samsung kaum Details zu seinem neuen Octa-Core-High-End-Chip genannt. Am Donnerstag hat das Unternehmen alle relevanten Details für das neue System-on-a-Chip, das mit Sicherheit im europäischen Galaxy S9 sitzen wird, verkündet.

Der Exynos 9 9810 basiert auf der dritten Generation der von Samsung selbst entwickelten Quad-Core-CPU, die mit einer Maximaltaktung bis 2,9 Gigahertz versehen ist. Der Prozessor wird im Zehn-Nanometer-LPP-Verfahren gefertigt und soll wie Huaweis Kirin 970 mit Deep-Learning-Fertigkeiten und erhöhter Sicherheit ausgerüstet sein. Samsung hebt unter anderem Objekt- und Personen-Erkennung hervor, ähnlich wie Huaweis SoC. Darüber hinaus sei der Prozessor dazu in der Lage, das Gesicht des Nutzers unter anderem dreidimensional zu scannen, was im Galaxy S9 (Plus) höchstwahrscheinlich für eine verbesserte biometrische Gesichtserkennung genutzt wird. Das klingt danach, als hätte Samsung eine eigene Face-ID-Lösung in petto.

Der Samsung Exynos 9810 wird das Herz des Galaxy S9 werden. (Bild: Samsung)

Exnos 9810 mit neuem Bildprozessor für weniger Rauschen bei Lowlight und schnellem LTE

Samsung spricht in seiner Ankündigung ferner von einer 40 Prozent höhere Multicore-Leistung als beim Exynos 8895 des Galaxy S8 und Galaxy Note 8 (Test). Der Exynos 9810 trumpfe darüber hinaus als erster Chip mit LTE Cat.18 mit 6CA (Carrier-Aggregation) auf, was unter anderem für höhere Datendurchsatzraten sorgen dürfte. Das integrierte LTE-Modem unterstütze Geschwindigkeiten von bis zu 1,2 Gigabyte pro Sekunde in Downlink und 200 Megabit pro Sekunde im Uplink. Um die Übertragungsrate zu maximieren, unterstützt das Modem 4×4-MIMO (Multiple-Input, Multiple-Output) und ein 256-QAM-Verfahren (Quadrature-Amplitude-Modulation) als auch eine erweiterte lizenzierte-unterstützte Zugriffstechnologie (eLAA). In Deutschland sind mobile Gigabit-Verbindungen jedoch kaum nutzbar. Ein Modem mit identischen Werten sitzt auch in Qualcomms Snapdragon 845, der auch von Samsung gefertigt wird und in einigen Regionen im Galaxy S9 stecken soll.

Der Bild-Prozessor und der Multi-Format-Codec (MFC) des Exynos 9810 wurde ebenso weiterentwickelt. Die Foto- und Videoverarbeitung soll schneller und energieeffizienter als die des Vorgängers im Galaxy S8 sein. Der Bildprozessor bietet überdies Zehn-Bit-HEVC-Encoding und Bild- wie Video-Stabilisierung selbst für UHD-Auflösung. Mit dem neuen Chip können Bilder in Lowlight-Fotografie mit weniger Rauschen und Out-Out-Focus-Fotografie in Echtzeit produziert werden. Der neue MFC liefere außerdem Video-Aufnahme und -Wiedergabe in UHD mit 120 Bildern pro Sekunde.

Laut Samsung befindet sich der Exynos 9810 bereits in Massenporoduktion. Die Vorstellung des Samsung Galaxy S9 (Plus), in dem der Chip verbaut sein wird, könnte im Vorfeld des Mobile-World-Congress Ende Februar erfolgen. Mehr über das Galaxy S9 haben wir in folgendem Artikel zusammengefasst:

Samsung Galaxy S9: Das soll das Smartphone-Topmodell an Bord haben – und so soll es aussehen

Das Samsung Galaxy S9 von allen Seiten
Samsung Galaxy S9 (Bild: 91mobiles)

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