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Startups

Eine App, alle Mitarbeiter: Eyo bringt das Intranet auch zu denen, die nicht am Schreibtisch arbeiten

(Foto: Eyo)

Intranets sind wichtige Anlaufstellen für die Mitarbeiter eines Unternehmens. Nur leider sind sie oft nur für diejenigen Angestellten zugänglich, die auch an einem Büroarbeitsplatz arbeiten. Das Startup Eyo will das jetzt ändern.

Viele Intranets lassen sich nur oder zumindest am besten via Desktop-PC nutzen. Bei Eyo ist das nur eine von mehreren Varianten. (Foto: Eyo)
Viele Intranets lassen sich nur oder zumindest am besten via Desktop-PC nutzen. Bei Eyo ist das nur eine von mehreren Varianten. (Foto: Eyo)

Das Konzept des Intranets ist angestaubt

Informationen in einem Unternehmen können viele Wege nehmen, bis sie von einem Mitarbeiter zum nächsten gelangt sind. Neben Meetings, Chat-Tools und Plattformen für das Wissensmanagement versenden viele Unternehmen regelmäßige Newsletter oder sonstige Updates, um ihre Mitarbeiter über den Fortgang der Geschäfte auf dem Laufenden zu halten. Und wer es sich leisten kann, pflegt ein eigenes Intranet für Belange rund um die Firma.

Allerdings ist gerade das Konzept des Intranets, so wertvoll es auch für viele Unternehmen ist, gehörig angestaubt und nicht wirklich fit für das mobile Zeitalter. Genau das will Eyo, ein neues Startup aus Chemnitz, ändern: Im Fokus von Eyo stehen die so genannten „Non-Desk-Worker“, also diejenigen Mitarbeiter, die nicht ständig vor Ort im Unternehmen sind und auch nicht kontinuierlich an einem Desktop-PC sitzen. Denn den braucht es meistens heutzutage noch, um das Firmen-Intranet wirklich nutzen zu können.

Eyo: Eine Mitarbeiter-App für alle

Die Eyo-Mitarbeiter-App soll auch die „Non-Desk-Workers“ erreichen. (Foto: Eyo)
Die Eyo-Mitarbeiter-App soll auch die „Non-Desk-Workers“ erreichen. (Foto: Eyo)

Seien es Außendienstler, Werksmitarbeiter oder klassische Remote-Worker: In vielen Unternehmen gibt es eine stattliche Anzahl an Non-Desk-Workern. Laut Eyo arbeiten zwei Drittel der Angestellten nicht oder zumindest nicht ständig an einem Büroarbeitsplatz. Ein Großteil der Kommunikation mit ihnen laufe noch immer über Papier und Stift oder über direkte Mitarbeitergespräche – „das ist langsam und teuer.“

Hier kommt die App des Startups ins Spiel: Sie bietet einen Anknüpfungspunkt, über den die Mitarbeiter jederzeit vom eigenen Smartphone aus auf firmenrelevante Informationen und Dokumente zugreifen können. Eyo nennt Unternehmensnachrichten, Info-Seiten, Dokumente und Formulare als typische Use-Cases. In Zukunft sollen auch administrative Tätigkeiten wie etwa die Urlaubsverwaltung und Zeiterfassung oder auch Mitarbeiter-Umfragen über die App gesteuert werden.

In einem Jahr auf 100.000 Nutzer

Vor einem Jahr, im November 2014, haben die Gründer Martin Böhringer, Lutz Gerlach – die zuvor die Cloud-App Hojoki gegründet haben – und Frank Wolf den Startschuss für ihr Unternehmen Eyo gegeben. Seither haben sie die Entwicklung der App vorangetrieben und sie mit mehreren Testkunden auf Herz und Nieren geprüft. Zu den ersten Kunden des Startups gehören Siemens, Ogilvy Australien, T-Systems und Heineken Mexico. Beim Launchtermin in der vergangenen Woche konnte Eyo so schon insgesamt 100.000 Nutzer der App vermelden.

Enterprise-Kunden erhalten eine auf der SaaS-Plattform des Startups aufbauende eigene Mitarbeiter-App, die nach individuellen Vorgaben gestaltet ist und von den Mitarbeitern ganz normal über die App-Stores heruntergeladen werden kann. Das eigene Branding sei vor allem für größere Unternehmen besonders wichtig, erklärt Mitgründer Böhringer – Eyo richtet sich an Unternehmen zwischen 5 und 500.000 Mitarbeitern. Die Whitelabel-Lösung ist aber entsprechend kostspielig: 1.499 Euro pro Monat werden für das entsprechende Paket mit Premium-Support und weiteren exklusiven Features fällig.

Wird Eyo sich gegen Yammer und Co. durchsetzen können?

Die Idee von Eyo klingt vielversprechend, allerdings gibt es in diesem Segment mit Microsofts Yammer oder Facebook at Work auch harte Konkurrenz. Die Social Networks für den Unternehmenseinsatz mögen nicht genau denselben Einsatzfokus haben, gehören aber heute zu den Tools der Wahl, die Unternehmen zur mobilen Kommunikation mit ihren Mitarbeitern nutzen. Trotzdem könnte die Möglichkeit des Firmen-Brandings, gepaart mit dem Standortvorteil als deutscher Cloud-Anbieter, einige Firmen hellhörig machen.

Für die Eyo-MitarbeiterApp müssen sie dann allerdings auch in die Taschen greifen: Selbst wer sich gegen die kostspielige Enterprise-Whitelabel-Variante entscheidet, muss 29 bis 399 Euro pro Monat für die Basis- beziehungsweise Business-Version einplanen.

Das Team hinter der Mitarbeiter-App. (Foto: Eyo)
Das Team hinter der Mitarbeiter-App. (Foto: Eyo)

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2 Reaktionen
Smartness

Schön!
Gibts aber schon länger von robee.de. Meines Wissens nach waren die nicht nur die Ersten, sie haben auch eine native Lösung, die auch offline funktioniert.
Warum berichtet Ihr nicht auch mal über die? Wir haben deren Lösung im Einsatz und sind begeistert. Eyo hatten wir auch angefragt, es gab aber...sagen wir mal so, deutliche Schwächen. ;)

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Karl Marx

Sowas nennt sich VPN und gibts glaub ich schon.. :)

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