Ältere und Konservative teilen wesentlich öfter Fake News auf Facebook

Wahr oder falsch? Bestimmte Zielgruppen sind laut einer Studie besonders anfällig für Fake-News. (Foto: Wachiwit/Shutterstock)

Eine US-Studie der Universität Princeton hat untersucht, wer besonders häufig Fake News in sozialen Medien, speziell bei Facebook, teilt. Die Studie kommt zu einem Ergebnis, das zumindest in einer Hinsicht überrascht: Neben Älteren, die signifikant häufiger Falschmeldungen teilten (und bei denen man es noch mit geringerer Erfahrung im Internet begründen könnte), waren es auch eher Nutzer konservativer Milieus statt Liberale oder ‚moderat Eingestellte‘, die laut der Untersuchung dazu neigen, Falschmeldungen zu verteilen.

Dazu untersuchten die Forscher die Facebook-Nachrichten von 1.200 US-Nutzern während des Präsidentschaftswahlkampfes von 2016 – was vielleicht eine Erklärung für die Fake News in den konservativen Milieus liefern kann. Falschmeldungen wurden im Schnitt sieben Mal häufiger von den Nutzern über 65 Jahre geteilt als von der Altersgruppe der 18- bis 29-Jährigen. Dabei wurden allerdings auch nur von 8,5 Prozent der Teilnehmer der Stichprobe überhaupt Nachrichten mit Falschmeldungen geteilt – das Ergebnis macht Hoffnung, dass Fake News oft auch als solche erkannt werden.

Fake News bei Facebook: Medienkompetenz ist nur ein Grund

Die Bewertung in der Zeitschrift Science Advance durch die Initiatoren der Studie ist wenig schmeichelhaft für die älteren Zielgruppen: Neben der geringeren Erfahrung mit digitalen Nachrichteninhalten (Stichwort: fehlende Nachrichtenkompetenz) vermuten die Autoren auch mangelndes Erinnerungsvermögen als Grund. In einem anderen Fall argumentieren die Autoren, dass in dieser Zeit deutlich mehr positive Meldungen über Trump als Falschmeldungen kursierten und daher das Bild wohl anders aussehen würde, wenn ebenso viele Fake News Pro- Clinton gewesen wären.

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