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Vergleich mit US-Behörde: Facebook zahlt 5 Milliarden Dollar Strafe

(Foto: TY Lim/ Shutterstock)

Facebook hat am Mittwoch einem Vergleich mit der FTC zugestimmt und akzeptiert die Strafzahlung von fünf Milliarden US-Dollar. Außerdem soll beim Datenschutz nachgebessert werden.

Nachdem die US-Handelsbehörde FTC schon vor einigen Tagen einem Vergleich zugestimmt hat, akzeptiert jetzt auch Facebook die ausgehandelte Strafzahlung in der Höhe von fünf Milliarden Dollar. Mit dieser Zahlung dürften die Ermittlungen der US-Behörden gegen das soziale Netzwerk wegen des Cambridge-Analytica-Skandals beendet werden, wie Meedia schreibt.

Facebook zahlt höchste Strafe der FTC-Geschichte

Es ist die mit Abstand höchste bisher geforderte Strafe für ein Datenschutzvergehen, wie die FTC mitteilte. So mussten Equifax 275 Millionen Dollar, British Airways 230 Millionen Dollar und Uber 148 Millionen Dollar zahlen – Peanuts im Vergleich zu den 5 Milliarden Dollar, die Facebook zahlen muss. Facebook hatte im Vorfeld aber mit einer Strafzahlung in dieser Größenordnung gerechnet. Im ersten Quartal hatte der Konzern schon drei Milliarden Dollar zurückgelegt. Der Gewinn betrug danach trotzdem noch 2,43 Milliarden Dollar.

Neben der Milliardenstrafe hat die FTC aber auch eine Reihe von Auflagen durchgesetzt. So soll Facebook im Verwaltungsrat etwa ein zusätzliches Gremium zur Aufsicht über den Datenschutz einrichten. Dessen Mitglieder sollen unabhängig sein und von einem unabhängigen Nominierungskomitee bestellt werden. Zudem sollen Compliance-Beauftragte die Datenschutzbemühungen des Konzerns überwachen. Mit diesen und weiteren Maßnahmen soll nicht zuletzt die Macht des Konzerngründers Mark Zuckerberg ein Stück weit beschnitten werden.

FTC ermittelt seit über einem Jahr

Die FTC hatte die Ermittlungen gegen Facebook nach Bekanntwerden des Datenschutzskandals um Cambridge Analytica vor über einem Jahr aufgenommen. Die Analysefirma hatte sich in den vergangenen Jahren Zugriff auf Millionen Facebook-Profile verschafft und mit diesen Daten versucht, Wahlen zu beeinflussen. Großbritannien hatte Facebook deswegen auf die dortige Höchststrafe von 500.000 Pfund verklagt. In Deutschland soll Facebook wegen des Datenskandals rund um Cambridge Analytica nicht belangt werden. Facebook hatte in den vergangenen Monaten zudem mit weiteren Datenschutzproblemen zu kämpfen und zuletzt mehr Privatsphäre versprochen.

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