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Nach Facebook: Auch Amazon beteiligt sich am Kampf gegen Deepfakes

(Foto: dpa)

Im Kampf gegen Deepfakes bekommt Facebook nun Unterstützung. Auch Amazon will gegen die von künstlicher Intelligenz erstellten Bilder und Videos vorgehen.

Deep Learning hat Technologien hervorgebracht, die wir lange nicht für möglich gehalten und unsere technische Entwicklung bereichert haben. Aber wie alle Technologien können sie auch für negative oder schädliche Aspekte missbraucht werden. Etwa für sogenannte Deepfakes, mit denen zum Beispiel Videoclips manipuliert werden können, ohne dass für den normalen Nutzer ersichtlich ist, dass es sich um ein gefälschtes Video handelt.

Dieser Art von Täuschung wurde der Kampf angesagt. Mit Amazon Web Services gibt es einen weiteren Tech-Giganten, der als technischer Partner an der „Deepfake Detection Challenge“ teilnimmt. Zur Verfügung gestellt werden Experten für maschinelles Lernen, die sich um den technischen Support und Beratung kümmern sollen. Außerdem gibt es AWS-Gutschriften in Höhe von einer Million US-Dollar für Teams, die Cloud-Services für das Aufdecken von Deepfakes benötigen.

Facebook stellt den Forschern einige Beispiele zur Verfügung, mit denen sie Deepfakes aufspüren können. Die ersten 5.000 Beispielvideos werden zu diesem Zweck veröffentlicht. Insgesamt wurden explizit für die Challenge über 100.000 Videos angefertigt. Auch Professoren nehmen an der Challenge teil und stehen als wissenschaftliche Berater bereit.

Wie groß das Interesse am Aufspüren und vor allem Aufdecken von Deepfakes ist zeigt die Liste an Unternehmen und Institutionen, die sich beteiligen. Dazu gehören Microsoft, das MIT, die New York Times oder auch die University of Oxford. Viele hatten selbst schon mit Fake News und gefälschten Videos zu tun oder wurden getäuscht.

Auch Google und Twitter gehen gegen Deepfakes vor

Wie im AI-Blog mitgeteilt wird, nimmt auch Google die Probleme mit Deepfakes ernst und will gegen sie vorgehen. Bereits im Januar letzten Jahres kündigte Google die Veröffentlichung eines Datasets für synthetische Sprache zur Unterstützung der Entwicklung eines hochleistungsfähigen gefälschten Audiodetektoren an, der nun publik gemacht wurde. In Zusammenarbeit mit Jigsaw arbeitet Google an einem großen Dataset für visuelle Deepfakes. Mit Hilfe dieser selbsterstellten Deepfakes sollen Algorithmen trainiert werden, um zukünftig überall Deepfakes erkennen zu können.

Auch Twitter verspricht, neue Richtlinien zur Bekämpfung von Deepfakes einzuführen. So sollen zukünftig Fotos, Videos und Audiodateien, die erheblich verändert wurden, um Aussagen zu vermitteln, die so nie getätigt wurden, ausgeschlossen werden. Twitter selbst will so vor allem dafür sorgen, dass potenzielle Schäden vermieden werden und auch die physische Sicherheit von Einzelpersonen weiterhin gewährleistet werden kann.

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Ein Kommentar
Adrian Koch

Sowas hat letztens auch ein Werbekunde bei mir bestellen wollen, da ist uns aufgefallen, dass diese Technik nicht auf dem Markt ist. Also wenn das jemand machen sollte wäre es zur Zeit noch extrem teuer oder man bekommt die Software die von Universitäten entwickelt wurde.

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