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Kurzes Vergnügen: Facebook macht den Entdecker-Feed wieder dicht

Facebook stampft den Explore Feed wieder ein. (Screenshot: Facebook)

Nur vier Monate nach dem globalen Launch schafft Facebook den Entdecker-Feed wieder ab. Nutzer wollen keine zwei Feeds, stellte das Netzwerk nicht ganz überraschend fest.

Im Oktober 2017 stellte Facebook seinen Entdecker-Feed vor, der Nutzern Inhalte abseits ihres üblichen Newsfeeds ausliefern sollte. Sie sollten dort Inhalte finden, die aufgrund ihrer Interessen wahrscheinlich für sie interessant sind. Zudem startete Facebook in der Slowakei, Sri Lanka, Serbien, Bolivien, Guatemala und Kambodscha Tests, bei denen Inhalte öffentlicher Seiten komplett in den Entdecker-Feed ausgelagert wurden. Der reguläre Newsfeed zeigte Usern nur noch Inhalte von Freunden. Dies führte zu teils gravierenden Einbrüchen der organischen Reichweite und gab Nutzern und Seitenbetreibern einen Vorgeschmack auf die Anfang 2018 angekündigten Newsfeed-Updates.

Nun kündigt Facebook an, den Entdecker-Feed zu schließen. Das Experiment sei ein Versuch gewesen, auf das beständige Feedback von Nutzern zu reagieren, die mehr Beiträge von Freunden in ihrem Newsfeed sehen wollen, so Facebook in einem offiziellen Statement. Die dahinterstehende Idee war, Nutzern zwei Newsfeeds anzubieten: einen für Beiträge von Freunden und einen für Beiträge öffentlicher Seiten.

Allerdings kamen die zwei getrennten Feeds bei den Nutzern nicht gut an. Die kürzlich vorgenommenen Änderungen am Newsfeed, bei denen Beiträge von Freunden gegenüber Seitenbeiträgen priorisiert werden, würden den Wünschen der Nutzer besser gerecht. Der Explore-Feed sei demnach überflüssig. Gleichzeitig räumt Facebook ein, den Test der getrennten Feeds in den betroffenen Ländern nicht klar genug kommuniziert zu haben, und verspricht, derartige Experimente künftig besser anzukündigen.

Aufgrund des Nutzer-Feedbacks stellt Facebook sowohl die getrennten Feeds in den sechs Testländern als auch den global ausgerollten Entdecker-Feed ein. Dieser sei keine effektive Möglichkeit, neue Inhalte auf Facebook zu entdecken.

Ende für Explorer-Feed: Was bedeutet das für Marketer?

Nach den angekündigten Newsfeed-Änderungen im Januar konnten Seitenbetreiber noch darauf hoffen, über den Entdecker-Feed eine alternative Quelle für organische Reichweite zu erhalten. Publisher sollten sich nun darauf einstellen, dass ihnen dieser separate Platz nicht mehr zur Verfügung stehen wird. Facebook setzt auf bedeutsame Interaktionen und Seitenbetreiber sind nun noch mehr gefordert, Beiträge zu kreieren, die zu diesen Interaktionen anregen – und Facebook nicht mehr als Haupt-Trafficlieferanten zu betrachten.

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