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Facebook: Kartellamt untersagt Zusammenführung von Nutzerdaten

Das Bundeskartellamt. (Foto: nitpicker / Shutterstock.com)

Facebook darf jetzt ohne Zustimmung der betroffenen Nutzer keine Daten mehr aus unterschiedlichen Quellen zusammenführen. Das geht aus einer Entscheidung des Bundeskartellamts hervor.

Wer bislang Facebook nutzen wollte, der räumte dem sozialen Netzwerk über Nutzungsbedingungen das Recht ein, außerhalb der Plattform gewonnene Daten dem Nutzerprofil zuzuordnen. Dieser Praxis schiebt das Bundeskartellamt jetzt einen Riegel vor. Daten, die über Whatsapp oder Instagram gesammelt werden, dürfen demnach nicht mit dem Facebook-Konto derselben Person verknüpft werden. Zumindest nicht ohne explizite Zustimmung des Betroffenen.

Dasselbe gilt für Daten, die auf Dritt-Websites gesammelt wurden. Auch hier benötigt Facebook zukünftig die Erlaubnis der individuellen Nutzerinnen und Nutzer, um diese Daten mit dem jeweiligen Nutzerkonto zu kombinieren. „Die bisherige Zusammenführung aller Daten unter dem Facebook-Nutzerkonto in faktisch schrankenlosem Ausmaß hängt für die Zukunft von der freiwilligen Einwilligung der Nutzer ab. Und Freiwilligkeit heißt, dass die Nutzung der Facebook-Dienste nicht von der Einwilligung des Nutzers in diese Art der Datensammlung und -zusammenführung abhängig gemacht werden darf“, erklärt Andreas Mundt, der Präsident des Bundeskartellamtes in einer Pressemitteilung.

Facebook: Bundeskartellamt sieht marktbeherrschende Stellung des Netzwerkes

Nach Ansicht des Bundeskartellamts nimmt Facebook im Bereich der sozialen Netzwerke in Deutschland eine marktbeherrschende Stellung ein. „Ein obligatorisches Häkchen bei der Zustimmung in die Nutzungsbedingungen des Unternehmens stellt angesichts der überragenden Marktmacht des Unternehmens keine ausreichende Grundlage für eine derartig intensive Datenverarbeitung dar“, so Mundt. Denn: „Der Nutzer hat ja nur die Wahl, entweder eine umfassende Datenzusammenführung zu akzeptieren oder aber auf die Nutzung des sozialen Netzwerkes zu verzichten. Von einer freiwilligen Einwilligung in die Datenverarbeitungsbedingungen kann in einer solchen Zwangssituation des Nutzers keine Rede sein.“

Facebook wiederum widerspricht der Einordnung. Das soziale Netzwerk stehe in einem harten Wettbewerb mit der Konkurrenz, heißt es in einer Pressemitteilung: „Wir haben in Deutschland einen harten Wettbewerb mit anderen Diensten, doch das Bundeskartellamt hält es für irrelevant, dass unsere Apps mit Youtube, Snapchat, Twitter und vielen anderen Wettbewerbern um die Aufmerksamkeit der Nutzer konkurrieren.“ Außerdem beharrt das Unternehmen darauf, dass die Zusammenführung von Daten auch der Sicherheit diene, da sie bei der Verhinderung von missbräuchlichem Verhalten helfen würden.

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Ein Kommentar
Günther Kuhn

Facebook darf jetzt ohne Zustimmung der betroffenen Nutzer keine Daten mehr aus unterschiedlichen Quellen zusammenführen…

Ich bin kein Facebook-Fan, trotzdem fiel mir ein…

Das darf nur der Staat :-) – – –

Ich finde es einfach spannend, wie alle, die das Internet noch vor wenigen Jahren nur belächelten, jetzt plötzlich zu rotieren anfangen…

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