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Facebook veröffentlicht „Catalina“-Streaming-Box offenbar im Herbst

Zieht mit „Catalina“ ab Herbst womöglich öfter in die Wohnzimmer ein: Facebook. (Foto: Shutterstock)

Facebook soll mit „Catalina“ derzeit an einer eigenen Streaming-Box arbeiten, die im Herbst erscheinen soll. Womöglich ist die Box jedoch nur eine erweiterte Version der Smart-Displays des Unternehmens.

Wie aus einem Bericht von The Insider hervorgeht, wird Facebook im Herbst 2019 offenbar eine Streaming-Box herausbringen und so in den Markt der Streaming-Clients vordringen. Das Projekt laufe unter dem Codenamen „Catalina“ und für entsprechenden Content soll Facebook dem Bericht zufolge Disney und Netflix ins Boot holen wollen. Gespräche mit Amazon, HBO und Hulu habe es ebenfalls gegeben.

Catalina nur eine erweiterte Version von Facebooks Smart-Displays?

Erste Andeutungen zu Catalina hatte Andrew „Boz“ Bosworth, Vizepräsident von AR/VR bei Facebook, bereits im Juni 2019 geliefert. Er kündigte Bezug nehmend auf Facebooks Smart-Displays „Portal“ und „Portal+“ The Verge gegenüber an, dass das Unternehmen „noch viel mehr zu bieten“ habe und dies im Herbst enthüllen werde. Die Smart-Displays würden sich „sehr gut“ verkaufen, sodass das Unternehmen weiterhin investieren werde und es neue Formfaktoren geben solle. Damit hat Bosworth konkretisiert, dass es sich bei Catalina möglicherweise lediglich um eine erweiterte Version der Smart-Displays mit einer zusätzlichen Streaming-Funktion handeln könnte, anstatt um einen völlig neuartigen, eigenständigen Streaming-Client. So setze Catalina zudem auf die bei Portal und Portal+ verbaute Hardware. Auch das wesentliche Feature der Box, auf das The Inside eingeht und das deutlich mehr zu Facebooks-Kerngeschäft des Sammelns von Daten passt, als das hart umkämpfte Streaming-Geschäft, unterstreicht das Szenario: Video-Telefonie.

Alleinstellungsmerkmal Video-Telefonie

Das wesentliche Feature von Catalina und der Vorteil gegenüber den Streaming-Clients von Amazon, Apple und Konsorten läge in einer integrierten Kamera. Mit dieser ausgestattet ermögliche Catalina die Video-Telefonie. Anders als bei den beiden Smart-Displays solle diese bei Catalina nicht über ein integriertes Display, sondern über den Fernseher durchgeführt werden. Bosworths Worten im Juni zufolge würde Hardware in die Haushalte einziehen und das Unternehmen wolle sicherstellen, dass sie der Erstanbieter für die menschliche Verbindung, die Verbindung zwischen zwei Personen, sind. Ob Facebook dies gelingen wird, ist jedoch überaus fraglich.

Facebook hat das Projekt bislang nicht bestätigt

Eine offizielle Bestätigung zur Veröffentlichung von Catalina hat Facebook bislang nicht gegeben. Das immer wieder mit Datenschutzskandalen konfrontierte Unternehmen wird es zudem schwierig haben, seine mit Kamera ausgestattete Streaming-Box in den Wohnzimmern zu platzieren. Zudem ist unklar, weshalb Amazon, das mit seinen eigenen Streaming-Clients, Amazon Fire TV und Amazon Fire TV Stick, und dem eigenen Streamingdienst Amazon Prime Video überaus erfolgreich ist, mit Facebook kooperieren und sich so Konkurrenz heranzüchten sollte. Weshalb das Unternehmen für das Projekt mit „Catalina“ ausgerechnet den gleichen Namen wie Apples neues Betriebssystem gewählt hat, ist ebenso unklar. Zumindest eines dürfte sicher sein: Die Aufmerksamkeit von Amazon, Apple, Netflix, Disney, HBO und Hulu dürfte sich Facebook gesichert haben.

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