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E-Commerce

Vom Tankwart zum E-Commerce-Millionär: Die Geschichte des Ben Cardwell

Facebook. (Bild: mkhmarketing Lizenz: CC BY 2.0)

Ein junger Neuseeländer nutzt Facebook, um Kleidung zu verkaufen. Innerhalb kürzester Zeit konnte er damit extrem erfolgreich werden. Wir verraten euch wie.

E-Commerce: Mit dieser Facebook-Seite realisierte ein junger Neuseeländer Millionenumsätze. (Screenshot: Facebook)
E-Commerce: Mit dieser Facebook-Seite realisierte ein junger Neuseeländer Millionenumsätze. (Screenshot: Facebook)

E-Commerce: Junger Neuseeländer verkauft Kleidung über Facebook

Der 21-jährige Ben Cardwell lebt in Cambridge in Neuseeland. Bevor er sich dem E-Commerce zuwandte, arbeitete er als Teilzeitkraft in einer Tankstelle, während er an seinem Master arbeitete. Obwohl ihm Beförderungen angeboten wurden, lehnte er mehrfach ab. Cardwell wollte sich auf sein Studium konzentrieren. Gegenüber dem amerikanischen Business Insider sagte er, dass er gerne mit den Kunden der Tankstelle gearbeitet habe. Dennoch hatte er irgendwann genug davon uns suchte nach einer alternativen Möglichkeit um Geld zu verdienen.

So begann er Kleidung und Elektronikartikel über TradeMe, einer neuseeländischen eBay-Kopie, zu verkaufen. Das Geschäft lief zunächst schleppend und Cardwell begann damit, seine Produkte über Facebook zu bewerben und nannte seine E-Commerce-Unternehmung „Deal Man“. Innerhalb kürzester Zeit vermeldete seine Seite auf dem sozialen Netzwerk über 100.000 Fans und seine monatlichen Umsätze bewegten sich im Bereich um 100.000 US-Dollar. Seine Strategie um mehr Likes zu bekommen war es, seine Fotos nur in Indien und Mexiko zu posten. Anschließend veröffentlichte er neue Produktfotos in den USA, Neuseeland und Kanada. Aufgrund seiner vielen Fans wurden die Beiträge auch in den reicheren und somit lukrativeren Märkten von dem Facebook-Algorithmus bevorzugt angezeigt. Zumindest, bis das soziale Netzwerk seinen Newsfeed-Algorithmus überarbeitete.

Facebook: E-Commerce-Anbieter setzt auf bezahlte Werbung

Über die Veränderungen am Newsfeed-Algorithmus hatten wir im Dezember 2013 berichtet. Für Cardwell bedeutete die Änderung vor allem eins, ein massiver Umsatzrückgang. Er verkaufte nur noch Produkte im Wert von etwa 800 US-Dollar pro Tag und die Verkäufe gingen weiter zurück, da seine Angebote kaum noch im Newsfeed von Nutzern auftauchten. Während Cardwell zunächst überlegte seine Unternehmung auf Twitter zu verlagern entschied er sich letztlich dazu, in den sauren Apfel zu beißen und Werbung auf Facebook zu schalten.

Die Entscheidung scheint richtig gewesen zu sein. Seit dem 13. Dezember 2013 soll Cardwell 1,1 Millionen US-Dollar an Verkäufen über den Traffic von Facebook generiert haben. Für Facebook dürfte dieses Beispiel Beweis genug sein, dass die Veränderungen am Newsfeed-Algorithmus ein Erfolg sind. Kommerzielle Anbieter, die auf eine möglichst hohe Sichtbarkeit auf dem Netzwerk angewiesen sind, dürften nicht mehr um Werbung herumkommen.

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3 Reaktionen
Moe

Ich verstehe auch noch nicht so genau, wieso erst Indien und Mexiko, dann USA und Kanada? Und ich würd auch gern mal wissen, woher er so viel Kram hat? Ich könnte ja jetzt auch nicht einfach so Millionär werden wenn ich all mein Hab und Gut über Facebook verticken würd…?

Ich

" Seine Strategie um mehr Likes zu bekommen war es, seine Fotos nur in Indien und Mexiko zu posten. Anschließend veröffentlichte er neue Produktfotos in den USA, Neuseeland und Kanada."
Irgendwie verstehe ich die Reihenfolge nicht. Wieso veröffentlicht der Neuseeländer erst seine Fotos in Indien und Mexiko?

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Wait a minute - müsste der Artikel nicht heissen: "wie Facebook es geschafft hat eine Gratisleistung in eine Dienstleistung umzuwandeln"? Der Satz "Die Entscheidung scheint richtig gewesen zu sein." ist mit Zynismus (nicht von Seiten des Autors obigen Artikels, sondern der Realität) reichhaltig gefüllt, denn die Alternative wäre wohl unter dem wenig galanten Wort "Insolvenz" zu verorten.

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