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Facebook: Ex-Mitarbeiterin verklagt das soziale Netzwerk wegen Trauma

Facebook: verstörende Inhalte. (Bild: dpa)

Eine ehemalige Facebook-Mitarbeiterin hat den Social-Network-Konzern verklagt. Sei sei durch die verstörenden Inhalte traumatisiert worden. Facebook droht gar eine Sammelklage.

Der Dokumentarfilm „The Cleaners“ zeigt, wie täglich Tausende Content-Moderatoren von der philippinischen Hauptstadt Manila aus die Social-Media-Timelines von sozialen Netzwerken wie Facebook, Youtube oder Twitter sauberhalten. Das bedeutet, dass sie bis zu 25.000 Bilder am Tag anschauen müssen – darunter auch Enthauptungen, Kinderpornografie und Terror.

Verstörende Bilder: Ex-Mitarbeiterin verklagt Facebook

Facebook beschäftigt zur Prüfung der eigenen Inhalte mehr als 7.500 Mitarbeiter. Diese Mitarbeiter sind teils Festangestellte, teils kommen sie aus Zeitarbeitsfirmen. Allein in Deutschland arbeiten in zwei Löschzentren mehrere Hundert Mitarbeiter, eines davon befindet sich in Berlin. Auch in den USA gibt es solche Löschteams. Dort hat eine ehemalige Moderatorin Facebook jetzt verklagt.

Die Klägerin Selena Scola hat nach eigenen Angaben neun Monate lang in den Facebook-Büros in Menlo Park und Mountain View als Moderatorin gearbeitet. Scola war dorthin von einer Zeitarbeitsfirma vermittelt worden. Auch diese Firma wird in der Klageschrift als Beklagte genannt, wie N-TV berichtet. Die ehemalige Mitarbeiterin habe wegen der verstörenden Inhalte, die sie kontrollieren musste, eine posttraumatische Belastungsstörung erlitten.

Facebook wirft sie vor, die Moderatoren nicht ausreichend vor den Folgen zu schützen. Der Konzern komme nicht der Pflicht nach, ein sicheres Arbeitsumfeld zu schaffen. Stattdessen würden Zeitarbeiter eingesetzt, die von dieser Arbeit „unheilbar traumatisiert“ würden, klagt Scola.

Facebook räumt schwierige Arbeit ein, bietet aber psychologische Hilfe an

Facebook droht jetzt eine Sammelklage. Die Anwaltskanzlei, die Scola vertritt, fordert unter anderem die Einrichtung eines Fonds für medizinische Tests und eine Versorgung der Moderatoren. Der Konzern räumte in einer Stellungnahme ein, dass die Arbeit schwierig sei. Allerdings erhielten die Mitarbeiter spezielles Training und könnten psychologische Hilfe in Anspruch nehmen.

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