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Auch Facebook will Fake News mit Wikipedia-Links bekämpfen

(Foto: Facebook)

Wie auch Youtube will Facebook zukünftig Wikipedia-Links einsetzen, um Nutzer vor Fake News zu schützen. Die Links sollen über den jeweiligen Publisher informieren. Testweise wird aber auch der Wikipedia-Eintrag zum Autor eines Artikels verlinkt.

Die Verbreitung von Fake News, also absichtlich gestreuten Fehlinformationen, bleibt nach wie vor ein Problem im sozialen Web. Facebook will dem zukünftig durch die Einblendung von Wikipedia-Links begegnen. Nachdem ein entsprechender Test mit ausgewählten Nutzern schon 2017 gestartet ist, wird das soziale Netzwerk in den USA zukünftig zu jeder Nachricht einen Link zum Wikipedia-Eintrag des jeweiligen Publishers einblenden.

Nutzer sollen so schnell herausfinden können, wie glaubwürdig eine Quelle ist. Sollte kein Eintrag zu dem Presseorgan in der freien Enzyklopädie vorhanden sein, wird Facebook das ebenfalls mitteilen. Außerdem können Nutzer sich eine Liste anderer Artikel des jeweiligen Publishers anzeigen lassen. Auch diese Funktion soll dabei helfen, die Glaubwürdigkeit einer Quelle einschätzen zu können.

Facebook: Nutzer sollen die Glaubwürdigkeit eines Publishers anhand des entsprechenden Wikipedia-Eintrags bewerten. (Grafik: Facebook)

Instant Articles: Facebook testet Links zum Wikipedia-Eintrag des Autors

Testweise will Facebook auch Links zum Wikipedia-Eintrag des jeweiligen Autors einblenden. Dabei handelt es sich vorläufig aber nur um einen kleinen Test und es ist unklar, wie viele Nutzer diese Informationen derzeit angezeigt bekommen. Abgesehen davon beschränkt sich der Test auf die Darstellung von Instant Articles. Die Informationen über den Autor bezieht Facebook über den Author-Tag. Ist der nicht angelegt, kann die entsprechende Information nicht angezeigt werden. Auch muss natürlich ein entsprechender Wikipedia-Artikel vorliegen, was häufig nicht der Fall sein dürfte.

Auch Youtube hatte im März 2018 angekündigt, Videos zu Verschwörungstheorien mit passenden Links zu Wikipedia-Artikeln aufzuwerten. Wie bei Facebook soll der Schritt ein Mittel zur Bekämpfung von Fehlinformationen über die Plattform darstellen. Kritiker monieren, dass die Google-Tochter die Arbeit der freiwilligen und unbezahlten Wikipedia-Autoren ausnutzt, um sich selbst aus der Verantwortung zu ziehen.

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Ein Kommentar
Insomnia
Insomnia

Bei Verschwörungstheorien mag das ja funktionieren aber wie soll man aktuelle Nachrichten mit Wikipedia „bekämpfen“? Diese „Fake News“ sind ja Aussagen wie „Letzten Mittwoch haben Flüchtlinge eine Omi im Supermarkt überfallen!“. Wikipedia ist eine Enzyklopädie und keine News-Seite.
Bei allgemeinen Dingen wie flat-earth Anhängern etc. okay aber der Begriff „Fake News“ wäre an dieser Stelle absolut falsch.

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