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Von Facebook finanziertes Ethik-Institut in München eröffnet

(Foto: Facebook)

Das von Facebook finanzierte Institut zur Erforschung ethischer Fragen rund um künstliche Intelligenz ist am Montag in München eröffnet worden.

Im Fokus der ersten Forschungsprojekte stehen unter anderem Software-Entscheidungen beim autonomen Fahren und im Klinikalltag sowie die Entwicklung von Hasskommentaren und gefälschten Nachrichten im Netz. Facebook unterstützt das Institut an der Technischen Universität München mit 6,5 Millionen Euro und betont, dass damit keine Auflagen oder Erwartungen verbunden seien.

Für die ersten Förderprojekte wurden 2,3 Millionen Euro veranschlagt. Dabei soll zum Beispiel erkundet werden, welche Rolle die Algorithmen von Onlineplattformen bei der Verbreitung von Hassrede und Fake News haben. Dafür werde die Dynamik der Meinungsbildung mathematisch modelliert, erläuterte das Institut am Montag. Ein weiteres Projekt geht der Frage nach, ob Nutzer durch personalisierte Ansprache dazu bewegt werden können, ihr Verhalten beim Verbreiten gefälschter Nachrichten zu ändern.

Handlungsempfehlungen sollen formuliert werden

Untersucht werden sollen auch Lösungsvorschläge für die Regulierung von Programmen auf Basis künstlicher Intelligenz. Aus diesem Projekt sollen konkrete Handlungsempfehlungen für Gesellschaft und Politik formuliert werden.

Bei der Erforschung des autonomen Fahrens geht es um ethisch vertretbare Entscheidungen zum Beispiel bei unvermeidbaren Kollisionen. Dafür sollen Programme im Simulator getestet werden.

Facebook hatte die Unterstützung für das Institut im Januar bekannt gegeben. Die Erstfinanzierung ist auf einen Zeitraum von fünf Jahren ausgelegt. dpa

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Ein Kommentar
KI-Behörde auf Hochtouren

Am Ende schaffen wir noch eine europäische KI-Behörde, die KNNs zertifizieren wird.

Facebook hat sehr schlau investiert und mit so einer kleinen Summe bremst die Entwicklung der KI-Lösungen in der EU, indem man mehr über Regel diskutiert, als eigentlich entwickelt.

Antworten

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