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Facebook gegen Fake News: Faktencheck statt Warnsymbole

Facebook setzt beim Kampf gegen Fake News jetzt auf Kontext. (Screenshot: Medium / Facebook)

Facebook ändert seine Fake News-Strategie und schafft den „Umstritten“-Warnhinweis ab. Stattdessen setzt das Netzwerk auf Kontextinformationen und Faktenchecks.

Im Kampf gegen gefälschte Nachrichten schafft Facebook den im März eingeführten Warnhinweis für Fake News wieder ab. Stattdessen werden künftig ähnliche Artikel und Meldungen vertrauenswürdiger Quellen angezeigt, die es Usern ermöglichen sollen, Falschmeldungen richtig einzuordnen und zuverlässige Informationen zu einem Thema zu erhalten.

Die Kennzeichnung durch ein rotes Icon und den Hinweis „umstritten“ habe in der Vergangenheit einen gegenteiligen Effekt erzielt, so Facebook. Die Kennzeichnung zog mehr Aufmerksamkeit auf die Postings und bestärkte Nutzer mit bestimmten Ansichten zusätzlich in ihren Vorstellungen. Wenn umstrittenen Artikeln stattdessen Beiträge vertrauenswürdiger Quellen zum gleichen Thema gegenübergestellt werden, führe das zu weniger Shares der Falschmeldungen.

Wie Facebook Fake News aus der Welt schaffen will

Gleichzeitig kündigte Facebook an, genauer untersuchen zu wollen, wie Nutzer über die Vertrauenswürdigkeit einer Information entscheiden und welche Nachrichtenquellen für eine solche Einschätzung geeignet sind und welche nicht. Facebook betont, Falschnachrichten würden den eigentlichen Nutzen des Netzwerks untergraben: sich mit Familie und Freunden zu verbinden und auszutauschen. Aus diesem Grund sollen künftig bessere Technologien und mehr Menschen eingesetzt werden, um die Verbreitung von Falschmeldungen zu verhindern.

Das Herabstufen von Fake News, die von Faktencheckern identifiziert wurden, habe bereits Erfolge gezeigt: Zurückgestufte Artikel verlieren bis zu 80 Prozent ihres Traffics, was den wirtschaftlichen Anreiz zur Verbreitung solcher Meldungen für Trollfarmen und Spammer minimiere.

Lest mehr darüber, wie Facebook und andere Fake News bekämpfen wollen:

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