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Facebook gegen Hass und Gewalt: 3.000 weitere Kontrolleure sollen es jetzt richten

Facebook-Zentrale in Palo Alto. (Foto: dpa)

Bisher überprüfen 4.500 Mitarbeiter Millionen Hinweise auf Hass und Gewalt bei Facebook. Nach den neuen Fällen von Gewaltvideos sollen jetzt 3.000 weitere Kontrolleure eingestellt werden.

Facebook: 3.000 neue Kontrolleure bis Jahresende

Mehrfach waren in den vergangenen Wochen Gewaltvideos auf Facebook aufgetaucht und auch nach Stunden nicht von der Plattform gelöscht worden. Facebook-Chef Mark Zuckerberg reagiert jetzt auf die massive Kritik auf diese Praxis. In den kommenden Monaten sollen weltweit weitere 3.000 Mitarbeiter eingestellt werden, die auf die Hinweise der Facebook-Nutzer reagieren und fragliche Inhalte überprüfen. Damit soll sichergestellt werden, dass etwa Gewaltvideos schneller entdeckt und gelöscht werden, wie n-tv berichtet.

Facebook kämpft gegen Fake-News, Hasskommentare und Gewaltvideos – jetzt sollen 3.000 weitere Kontrolleure eingestellt werden. (Bild: Facebook)

Die zusätzlichen Kontrolleure bedeuten deutliche Erweiterung des aktuellen Teams, das laut Facebook aus 4.500 Mitarbeitern besteht. Diese gehen den laut Facebook „Millionen von Hinweisen pro Woche“ nach. Während kinderpornografische Inhalte und Rachepornos von spezieller Software herausgefiltert wird, setzt Facebook bei anderen unerwünschten Inhalten wie Hasskommentare auf Hinweise von Facebook-Nutzern und die anschließende manuelle Überprüfung.

Einen großen Teil dieser sogenannten Content-Moderation übernehmen junge Menschen auf den Philippinen, wie der Theaterregisseur Moritz Riesewieck im vergangenen Jahr aufgedeckt hat. Viele leiden aufgrund der täglichen Sichtung verstörender Inhalte an Paranoia, Depressionen oder Impotenz. Zudem müssen sie die schwierigen Entscheidungen, welche Inhalte etwa ironisch gemeint, oder ob vermeintlich harmlose Bilder zum Mobbing verwendet werden, in Sekundenschnelle treffen.

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Facebook: Arbeitsalltag in der Kritik

In Deutschland hatte die Kritik an einer Vielzahl fremdenfeindlicher Beiträge sowie bewusst gestreuter Falschmeldungen dazu geführt, dass Facebook sich hat das Magazin der Süddeutschen Zeitung Ende 2016 aufgedeckt.

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Ein Kommentar
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Solch einen Job möchte ich nicht machen. Wer möchte schon den geistigen Müll so mancher „kranker“ Menschen tagtäglich zu sehen und hören bekommen?
Und ob das ein wirksamer Weg möchte ich auch bezweifeln.

Antworten

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