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Facebook: Hervorragende Quartalszahlen trotz Datenskandal

Die Nutzung von Facebook hat sich durch die Datenaffäre nicht grundlegend verändert. (Foto: dpa)

Facebook hat seine Quartalszahlen veröffentlicht. Die zeigen, dass der Datenskandal dem sozialen Netzwerk nicht geschadet hat – eher im Gegenteil. Auch Konkurrent Twitter überzeugt mit guten Zahlen.

In den vergangenen Wochen hat Facebook mit der Datenaffäre vor allem für negative Schlagzeilen gesorgt. Jetzt kann das Zuckerberg-Imperium immerhin wieder eine Gruppe zufriedenstellen: die Investoren und Aktionäre. Denn die Zahlen, die das soziale Netzwerk jetzt vorgelegt hat, zeugen von einem hervorragenden Geschäftsverlauf: In den ersten drei Monaten des laufenden Jahres hat Facebook seine Umsätze weiter ausbauen können und damit sogar die Erwartungen der Analysten übertroffen: 12,0 Milliarden US-Dollar Umsatz – das sind 49 Prozent Wachstum – und ein Nettogewinn von 5 Milliarden Dollar, der sich ebenfalls um 63 Prozent erhöhte. Unterm Strich macht das ein Ergebnis pro Aktie in Höhe von 1,69 Dollar, also 34 Prozent mehr als erwartet.

Der Skandal um Cambridge Analytica hat also nicht zu einem nachhaltigen Vertrauensverlust seitens der Nutzer geführt, eher im Gegenteil. 2,2 Milliarden regelmäßige Nutzer soll das soziale Netzwerk haben, darunter versteht Facebook all jene, die mindestens einmal im letzten Monat bei Facebook eingeloggt waren. Vor drei Monaten waren es noch 2,13 Milliarden aktive Nutzer, also auch hier kein Grund zur Besorgnis. Ein leichter Zuwachs ist sogar in Facebooks Kernmarkt Nordamerika zu beobachten, wo im Vorquartal eine leichte Stagnation gemeldet wurde.

Facebook: DSGVO als Herausforderung für das soziale Netzwerk

Qualitativ könnte sich jedoch für das Unternehmen in Europa einiges ändern: Hier werden die Nutzer im Rahmen der Datenschutzgrundverordnung, die am 25. Mai verpflichtend in Kraft tritt, aufgefordert, ihre Datenschutzeinstellungen zu bestätigen. Dabei ist zu erwarten, dass mancher Nutzer sich etwas intensiver mit den Einstellungen beschäftigt und die Standardeinstellungen nicht beibehält. Für das Werbegeschäft dürfte das kein nachhaltiger Schaden sein. Denn aus der werbetreibenden Wirtschaft hört man, dass nicht mit signifikanten Reichweiteverlusten in der näheren Zukunft zu rechnen sei.

Ob und in welchem Umfang die DSGVO-Regelungen auch als Maßstab für Facebooks weltweite Datenschutzrichtlinien gelten werden, beibt abzuwarten. Zuckerberg hatte in der Anhörung vor dem US-Kongress angekündigt, man wolle sich die europäischen Datenschutzregeln zum Vorbild nehmen.

Übrigens zeigen die Zahlen auch, dass die werbetreibende Wirtschaft offenbar wenig beeindruckt von Facebooks Datenskandal ist. Es ist kein größeres Unternehmen bekannt, das nachhaltig die Zusammenarbeit mit dem sozialen Netzwerk eingestellt hat. Lediglich einige kleinere Unternehmen sollen ihre Budgets umgeschichtet haben.

Twitter: Nicht nur Facebook kann Werbegeschäft verbessern

Für die Aktionäre erfreuliche Zahlen gab es darüber hinaus auch von Twitter, wenn auch auf deutlich niedrigerem Niveau. Das soziale Netzwerk konnte zum zweiten Mal in Folge schwarze Zahlen vorweisen. Hier waren im letzten Monat 336 Millionen Nutzer aktiv – im Vorquartal lag der Wert der aktiven Nutzer noch bei 330 Millionen Usern. Der erreichte Umsatz lag bei 665 Millionen Dollar, das sind immerhin rund 20 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Anders als im Vorjahresvergleichsquartal, wo man 61,6 Millionen Dollar Verlust meldete, waren es jetzt immerhin 61 Millionen Dollar Gewinn. Beim Werbegeschäft hat sich offenbar die Fokussierung auf die außeramerikanischen Märkte und die Internationalisierung des Werbegeschäfts positiv bemerkbar gemacht.

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