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Facebook klinkt sich bei Microsofts Remote-Development-Lösung ein

(Screenshot: code.visualstudio.com)

Microsofts populärer Code-Editor wird die integrierte Entwicklungslösung IDE der Wahl bei Facebook. Das Unternehmen beteiligt sich aktiv an der Weiterentwicklung von Produkten aus dem Hause Microsoft und will diese künftig der hauseigenen Remote-Development-Lösung vorziehen.

Remote Development ist eines der Trendthemen der Software-Entwicklung. Microsoft hatte erst Anfang des Jahres entsprechend drei neue Extensions für Visual Studio Code gelauncht.

Vorher war Nuclide

Facebook hatte ursprünglich ein eigenes Remote-Development-Tool. Nuclide bestand aus mehreren zusätzlichen Packages für Atom – ein Code-Editor aus dem Hause GitHub. Die Erweiterung bot Unterstützung für die vielen bei Facebook verwendeten Programmiersprachen und sollte den dortigen Entwicklungsworkflow vereinfachen. 2015 veröffentlichte Facebook das Tool als Open-Source-Version – stellte die Unterstützung für die offen lizensierte Version 2018 allerdings wieder ein. Intern fand Nuclide aber weiterhin Verwendung.

Migration zu Visual Studio Code

Ende 2018 verkündigte Facebook intern, Nuclide zu Visual Studio Code migrieren zu wollen, und implementierte in diesem Zuge auch gleich einige neue Features zur internen Nutzung. Für die Entscheidung für Visual Studio als einheitlichen Editor gibt es eine Reihe von Gründen: Der Editor aus dem Hause Microsoft ist ein sehr beliebtes Entwicklungstool, mit weitreichendem Support sowohl von Microsoft als auch aus der Open Source-Community, läuft auf Linux, macOS und Windows und verfügt über eine robuste API.

Facebook klinkt sich in die Entwicklung der Extensions ein

Die Entwickler bei Facebook haben VS Code zwar lokal auf ihren Laptops installiert, der größte Anteil der Entwicklung bei Facebook läuft aber über individuell reservierte Server, die sich innerhalb von Facebooks Datenzentren befinden. Dabei brauchen sie nahtlosen, performanten Zugriff auf diesen Code – das Remote-Development-Extension-Pack überzeugte an dieser Stelle offenbar. Facebooks Entwickler nutzen die Extensions von Microsoft allerdings nicht nur selbst, sie waren auch aktiv an ihrer Weiterentwicklung beteiligt. Jetzt sei die Lösung aus dem Hause Microsoft so gut, dass man sich ihr zugunsten von der eigenen verabschiede, wie das Unternehmen in einem Blogbeitrag bekannt gab. Das Remote-Development-Extension-Pack ermöglicht es zum Beispiel, vom eigenen Laptop aus mit größerer, schnellerer oder spezialisierterer Hardware zu arbeiten. Die Entwicklungsumgebung kann genau auf ein Projekt zugeschnitten werden, ohne dass ihr euch über miteinander im Konflikt stehende Konfigurationen den Kopf zerbrechen müsst. Zugleich steht euch damit die Flexibilität zur Verfügung, schnell zwischen verschiedenen Laufzeitumgebungen hin und her zu wechseln, ohne dass lokale Ressourcen oder die Tool-Performance darunter leiden.

Fazit

Unternehmensinterne Entwicklungsprozesse auf diese Weise mit Microsofts Produkten zu verknüpfen, ist insgesamt ein ziemlich großer Schritt für Facebook, der so vielleicht nicht unbedingt zu erwarten gewesen wäre. Das verbesserte Remote-Development-Extension-Pack könnte für Entwickler, die an sehr großen Mono-Repos arbeiten, aber wohl einen zweiten Blick wert sein.

Passend dazu: IDE: Microsoft stellt Preise für Visual Studio Online vor

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Ein Kommentar
dennis
dennis

Facebook möchte überall mitmachen und nervt nur noch. Sollen sie den Editor doch benutzen, aber ihn ansonsten in Ruhe lassen. Ich nutze ihn auch und möchte nichts von Facebook in dem Editor sehen.

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