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Zuckerberg bestätigt: Facebook liest im Messenger mit

Facebook Messenger. (Foto: charnsitr / Shutterstock.com)

Facebook scannt alle per Messenger verschickten Nachrichten und analysiert auch Bilder und Links. Das hat Facebook-Chef Mark Zuckerberg jetzt offiziell eingeräumt.

Die Datenaffäre rund um Cambridge Analytica sorgt dafür, dass immer mehr darüber bekannt wird, wie Facebook mit den Daten seiner Nutzer umgeht. Nicht, dass das Ganze überraschend kommt, aber es könnte die Nutzer dazu bringen, ihren Umgang mit Internetdiensten zu überdenken. Facebook-Chef Mark Zuckerberg hat jetzt bestätigt, dass Facebook Konversationen im Messenger mitliest.

Demnach werden Links und Bilder, die per Facebook Messenger verschickt werden, durchleuchtet. Damit soll etwa das Versenden von Kinderpornographie unterbunden werden. Bei den Links soll es darum gehen, Nutzer vor Viren und Schadsoftware zu schützen. Darüber hinaus werden auch Chatinhalte gelesen, laut Facebook aber nur dann, wenn sie von Chatteilnehmern markiert wurden.

Facebook: Messenger-Inhalte nicht für Werbung verwendet

Facebook versicherte, dass es die analysierten Messenger-Inhalte nicht dazu verwende, maßgeschneiderte Werbung auszuliefern. Die privaten Nachrichten würden genauso behandelt wie die öffentlichen Posts auf der Plattform, hieß es gegenüber Bloomberg. Die Praktiken sind Experten bekannt, viele Nutzer dürften aber aufmerken. Anders als etwa Whatsapp sind beim Messenger die verschickten Nachrichten nicht Ende-zu-Ende-verschlüsselt. Nutzer können aber die sogenannten „Secret Conversations“ einschalten.

Facebook liest im Messenger mit. (Foto: Shutterstock-Jakraphong Photography)

Zuckerberg hatte schon Anfang der Woche in einem Interview mit Vox erklärt, dass Facebook mit der Kontrolle von markierten Nachrichten etwa bestimmte Fake-News-Kampagnen einschränken könne. Das System unterbinde dann das weitere Teilen dieser Inhalte. Die Überprüfung soll zudem automatisiert erfolgen. Darüber hinaus wies Facebook darauf hin, dass auch andere Internetdienste Nutzerinhalte analysieren würden.

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Ein Kommentar
IRM
IRM

Macht ja Google seit Jahren mit Gmail auch (Gibt auch ein offizielles Statement dazu). Allerdings für personalisierte Werbung. Das hat damals gar keinen gestört bzw. der Aufschrei war nicht vorhanden.

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