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Facebook: Mark Zuckerberg denkt über eine Integration von Kryptowährungen nach

(Foto: dpa)

Mark Zuckerberg will untersuchen, wie Verschlüsselung und Kryptowährungen in den Diensten von Facebook eingesetzt werden könnten. Setzt die zentralisierende Kraft des Webs bald auf Dezentralisierung?

Mark Zuckerberg: Der Facebook-Chef und das zentralisierte Internet

Merkwürdig ist es schon ein bisschen, wenn ausgerechnet Facebook-CEO Mark Zuckerberg laut darüber nachdenkt, welche Probleme die Zentralisierung des Internets mit sich bringen. „Aufgrund des Aufstiegs einer kleinen Anzahl großer Tech-Konzerne – und Regierungen, die diese Technologie zu Überwachung von Bürgern einsetzen – glauben viele Menschen, dass Technologie Macht nur zentralisiert, statt sie zu dezentralisieren“, erklärt der Facebook-Gründer in einem Beitrag auf der Plattform. Dabei ist gerade Facebook einer dieser großen Tech-Konzerne.

Zuckerberg sieht aber auch gegenteilige Trends in Form von Verschlüsselung und Kryptowährungen. Diese Technologien, so der Facebook-Chef, könnten das Machtverhältnis wieder zugunsten der Nutzer verschieben. Allerdings seien sie auch schwieriger zu kontrollieren. Dennoch sieht Zuckerberg offenbar das Potenzial dieser Technologien und hat sich nach eigenen Angaben nicht nur vorgenommen, die positiven und negativen Effekte genauer unter die Lupe zu nehmen, sondern auch nach Wegen zu suchen, sie in Facebook zu integrieren.

Ausgerechnet Mark Zuckerberg will sich 2018 mit dezentralen Technologien befassen. (Foto: dpa)

Wie genau eine Integration von Blockchain-Technologien oder gar einer eigenen Kryptowährung in Facebooks Dienste aussehen könnte, verrät Zuckerberg nicht. Zumal sein Konzern neben Google und Amazon zu den wohl größten Profiteuren eines zunehmend zentralisierten Internets gehört. Wir dürfen daher gespannt sein, zu welchem Ergebnis die Überlegungen des Facebook-Chefs führen werden.

Facebook soll in Zukunft besser mit Hass und Missbrauch umgehen

Neben der Zentralisierung des Internets beschäftigt sich Mark Zuckerberg in seinem Beitrag auch mit dem Missbrauch seiner Plattform zur Verbreitung von Hassbotschaften. Noch, gibt der Facebook-Chef zu, mache sein Unternehmen zu viele Fehler bei der Durchsetzung der Richtlinien, die einen Missbrauch des Social-Media-Dienstes verhindern sollen. Daher will sich Zuckerberg 2018 verstärkt um das Problem kümmern.

Zu diesem Zweck will der 33-Jährige Experten aus den Bereichen Geschichte, Gemeinschaftskunde, politischer Philosophie, den Medien, Regierungen und dem Technologiebereich zusammenbringen, um mögliche Verbesserungen zu diskutieren. Auch hier bleibt der Konzernchef recht vage, was die konkrete Ausgestaltung anbelangt. Zu welchen Veränderungen die Expertengespräche führen werden, lässt sich daher kaum abschätzen.

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