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Facebook News: Publisher bekommen Millionen für Nachrichten

(Foto: Shutterstock)

Facebook testet in den USA derzeit einen gesonderten Bereich für ausgewählte Medieninhalte. Aktuell bekommen 200.000 Nutzer den News-Tab und damit etwa die Top-Nachrichten des Tages zu sehen.

Social-Network-Riese Facebook testet jetzt wie erwartet einen gesonderten News-Bereich in seiner App – vorerst in den USA. Dort sollen Informationen des Wall Street Journals (WSJ, Paywall) zufolge aktuell 200.000 Nutzer einen entsprechenden Tab sehen, hinter dem zum einen eigens von Journalisten ausgewählte Top-Nachrichten zu sehen sind. Darüber hinaus lässt Facebook weitere Artikel anzeigen, die von einem Algorithmus ausgewählt wurden.

Facebook-News: Journalisten und Software wählen aus

Diese per Software automatisiert aus den von dem jeweiligen Nutzer gelesenen und geteilten Berichten ausgesuchten Inhalte sollen künftig aber den Großteil des News-Angebots bei Facebook ausmachen, wie die Futurezone berichtet. Die Nutzer bekommen aber in dem News-Bereich nicht die kompletten Artikel zu lesen, sondern – ähnlich wie bei Google News – nur einen Anreißer und den Link. Beim Klick darauf werden die Nutzer auf die Webseite des Medienangebots weitergeleitet. Ob das eine Absage an das Konzept der Instant-Articles ist, ist bisher nicht klar. In den vergangenen Monaten war es ruhiger um das Thema geworden.

Zu den Publishern, deren Inhalte Facebook in seinen News-Bereich einbinden will, gehören laut WSJ neben dem Wirtschaftsblatt selbst so renommierte Medien wie die New York Times (NYT), die Washington Post, die Los Angeles Times sowie ABC und NBC News, Bloomberg, Buzzfeed und Business-Insider sowie Condé Nast und Fox News. Facebook soll den Publishern je nach Größe und Bedeutung zwischen einigen Hunderttausend US-Dollar bis hin zu drei Millionen Dollar – etwa für NYT und WSJ – zahlen. Kleinere Plattformen sollen hingegen finanziell leer ausgehen. Zudem sollen Nutzer eigene Bezahlabos in das Angebot integrieren können.

Ausweitung auf andere Regionen wird geprüft

Ob der News-Dienst auch in andere Länder, etwa nach Deutschland kommt, hängt wohl davon ab, wie erfolgreich die aktuellen Tests in den USA laufen. Facebook müsste sich zudem finanziell mit den Verlegern in den jeweiligen Märkten einigen. In einem Blogpost des Social-Media-Riesen hieß es am Freitag, dass eine Ausweitung auf andere Regionen geprüft werden müsse.

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