Du hast deinen AdBlocker an?

Es wäre ein Traum, wenn du ihn für t3n.de deaktivierst. Wir zeigen dir gerne, wie das geht. Und natürlich erklären wir dir auch, warum uns das so wichtig ist. Digitales High-five, deine t3n-Redaktion

Marketing

Facebook will wissen, warum dir Newsfeed-Inhalte nicht gefallen

Mehr Daten bedeuten für Facebook, zielgerichteter Werbung an die Nutzer ausspielen zu können. Mit einer neuen Funktion will das Soziale Netzwerk Nutzer jetzt fragen, warum sie bestimmte Inhalte aus dem Newsfeed verbannen.

Facebook-Funktion fragt nach Gründen warum Inhalte vom Nutzer ausgesperrt werden

Facebook plant Funktionen, die erklären sollen, warum Nutzer bestimmte Newsfeed-Meldungen aussperren. Aktuell kann man Nachrichten zwar aus dem Feed verbannen, allerdings weiß Facebook nicht im Detail, warum der Nutzer das getan hat. Entsprechende Optionen, die in den kommenden drei bis vier Monaten auch in handfesten Tests ausprobiert werden, sollen das ändern. Welche Funktionen man genau in der Hinterhand hält, hat Facebook allerdings noch nicht konkretisiert. Gegenüber abc-News gab die Produkt-Managerin für Facebook Ads, Fidji Simo, nur bekannt, dass man sich in den kommenden Wochen stärker darauf konzentrieren will, warum Nutzer bestimmte Dinge im Web mögen oder eben nicht: „Wir planen, die Nutzer mehr nach den Gründen zu fragen, warum sie manche Inhalte aus dem Feed verbannen.“

Produkt-Managerin für Facebook Ads Fidji Simo: „Wir planen die Nutzer mehr nach den Gründen zu fragen, warum sie manche Inhalte aus dem Feed verbannen“. (Bild: Placeit.Breezi)
Produkt-Managerin für Facebook-Ads Fidji Simo: „Wir planen, die Nutzer mehr nach den Gründen zu fragen, warum sie manche Inhalte aus dem Feed verbannen.“ (Foto: Placeit.Breezi)

Dabei geht es allerdings nicht nur um Werbebotschaften, wie man es anhand der Jobbezeichnung von Fidji Simo vermuten könnte. Der Test und das spätere Rollout sehen vor, dass man alle Newsfeed-Inhalte mit der Funktion ausstatten will – sowohl Sponsored Storys und Feed Ads, als auch Standard-Inhalte wie Bilder, Statusupdates oder geteilte Links von Freunden und Seiten werden berücksichtigt. Damit kämen die Updates dem System der Facebook-Ads am rechten Bildschirmrand recht nahe. Hier ist es schon lange möglich, Werbebotschaften wegzuklicken und das auch zu begründen: „Uninteressant“, „Gegen meine Ansichten“ oder „Sexuell anstößig“ sind nur einige der Gründe, die man angeben kann.

Facebook-Funkion wird sich auf die Reichweite von Seiten auswirken

Facebook versucht im Rahmen dessen anscheinend die Profile der Nutzer zu schärfen und somit die Datensätze noch stärker anzureichern – auch, um langfristig noch zielgerichteter Werbung ausspielen zu können. Doch auch für Nutzer könnte das den Vorteil bringen, dass Statusupdates zu bestimmten Themen von Freunden oder Seiten, die man selbst als nicht relevant einstuft, ausgesperrt bleiben. Aktuell kann man nur einzelne Nachrichten oder gleich alle Updates eines Kontakts aus dem Newsfeed verbannen – auch hier versucht man anscheinend, intelligentere Wege einzuschlagen.

Auf Facebook-Seiten kann das natürlich sowohl gute als auch schlechte Auswirkungen haben. Leser unseres t3n-Magazins hätten beispielsweise die Möglichkeit, Updates zu Mobile-Themen auszusperren und Themen zu „Social Media“ zuzulassen. Dass sich das dann auf die allgemeine Reichweite im Feed eher negativ auswirkt, lässt sich erahnen. Auf der anderen Seite testet das Soziale Netzwerk aber auch neue Benachrichtigungsfunktionen, die Nutzern eine Mitteilung schicken, sobald eine Seite ein neues Update veröffentlicht hat. Dieses Vorhaben würde dann für eine höhere organische Reichweite sorgen, wie Philipp Roth auf allfacebook.de schon angemerkt hat.

Weiterführende Links zum Thema „Facebook-Reichweite“

Bitte beachte unsere Community-Richtlinien

Eine Reaktion
Christoph Pesch

Interessante Entwicklung.

Du musst angemeldet sein, um einen Kommentar schreiben zu können.

Jetzt anmelden

Finde einen Job, den du liebst