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Facebook verrät weitere Details zur geplanten Paywall

(Foto: Nick Fox/Shutterstock)

Schon in den kommenden Wochen können erste Verleger testweise die neue Bezahlschranke von Facebook nutzen. Wir verraten euch, wie das Ganze funktionieren soll.

Facebook-Bezahlschranke: Der Spiegel und Bild unter den ersten Nutzern

Im Juli 2017 hat Facebook erstmals angekündigt, Verlegern zukünftig die Möglichkeit zu geben, Bezahlinhalte direkt über das soziale Netzwerk zu vertreiben. In nur wenigen Wochen steht der erste Testlauf an. Der wird zunächst auf Android-Geräte begrenzt sein. Erst zu einem späteren Zeitraum soll die Bezahlschranke auch auf anderen Geräten verfügbar sein.

Zu den ersten Testpartnern gehören auch die deutschen Medien der Spiegel und Bild. Außerdem sollen auch The Economist, La Repubblica, Le Parisien, The Washington Post und einige weitere Publikationen die neue Bezahlschranke nutzen. Nach Angaben von Facebook sollen die Verleger 100 Prozent der damit generierten Einnahmen erhalten.

So funktioniert die neue Facebook-Paywall

Publikationen, die auf die neue Bezahlschranke setzen, können zwischen zwei Varianten wählen: Bei der ersten Variante können Leser zehn Artikel kostenfrei lesen und werden erst danach zum Abschluss eines Abonnements aufgefordert. Bei der zweiten Varianten können die Publisher festlegen, welche Artikel kostenfrei sein sollen und welche nur gegen Bezahlung verfügbar sind.

So sieht die Facebook-Paywall aus. (Grafik: Facebook)

Entscheidet sich ein Leser zum Abschluss eines Digital-Abos bei einer der beteiligten Publikationen, wird der auf die Anbieterseite weitergeleitet. Der Publisher kümmert sich also selbst um die Zahlungsabwicklung. Zahlende Kunden können dann nicht nur auf Facebook, sondern auch über die Website oder App des Anbieters auf dessen kostenpflichtige Inhalte zugreifen. Somit bekommen auch bestehende Abonnenten zugriff auf die auf Facebook geteilten Bezahlinhalte.

Facebook testet verschiedene Maßnahmen, um Verlegern bei der Abonnentengewinnung zu unterstützen

Facebook will im Rahmen des Tests auch verschiedene Marketing-Maßnahmen ausprobieren, die auf eine Erhöhung der Abonnentenzahlen abzielen. Dazu soll es einen speziellen Call-to-Action (CTA) innerhalb der Instant-Articles geben. Außerdem will das Unternehmen testen, wie sich ein Abo-Button auswirkt, der an Stelle des sonst üblichen Like-Button platziert wird.

Gemeinsam mit den Publishern soll so der effektivste Weg gefunden werden, die Anzahl der abgeschlossenen Abonnements zu erhöhen. Das dürfte dann auch der Weg sein, durch den Facebook an dem System Geld verdienen will. Auch wenn bei den eigentlichen Abonnements für das soziale Netzwerk nichts hängen bleibt, könnten sich dazugehörige Werbeformate zu einer lukrativen Einnahmequelle entwickeln.

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