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Facebook-Paywall: Erste Tests für Bezahl-Inhalte ab Oktober

(Grafik: t3n / dunnnk)

Facebook will Verlegern die Möglichkeit bieten, Inhalte auf der Plattform kostenpflichtig auszuspielen. Erste Tests des Bezahlmodells sollen schon im Oktober 2017 starten.

Facebook bekommt ein Bezahlmodell für Publisher

Facebook arbeitet an einem Bezahlmodell für Instant-Articles. Nach Angaben des sozialen Netzwerks wurden dazu bereits erste Gespräche mit Publishern geführt. Wie The Street berichtet, könnten erste Tests der Paywall bereits im Oktober 2017 stattfinden. Bei dem von Facebook präferierten Modell sollen Nutzer monatlich zehn Artikel der teilnehmenden Medienmarken umsonst lesen können. Erst danach werden sie zur Homepage des Anbieters umgeleitet, und aufgefordert ein Abonnement abzuschließen.

Da in den USA bereits einige große Publisher wie die New York Times oder die Washington Post ein Bezahlmodell nutzen, sollen bestehende Abonnenten direkt übernommen werden. Sie müssen für die Inhalte auf Facebook demnach nicht erneut bezahlen. Nach Angaben einer Facebook-Sprecherin handelt es sich bei der geplanten Paywall um eine Funktion, mit der sie den Wünschen der Verleger entgegenkommen wollen.

Facebook: Publisher sollen für Instant-Articles bald Geld verlangen können. (Foto: Facebook)

US-Medien kritisieren Facebook und Google

Das Facebook den Verlagen gerade jetzt entgegenkommt, dürfte kein Zufall sein. Derzeit fordert eine Allianz aus fast 2.000 US-amerikanischen und kanadischen Verlegern vom US-Kongress, dass sie gemeinsam mit Facebook und Google verhandeln dürfen. Das würde eine Ausnahme vom geltenden Kartellrecht erfordern. Ihr Argument: Einzelne Verleger hätten gegen die Übermacht der beiden Internet-Konzerne keinen ausreichenden Verhandlungsspielraum.

Zu den Forderungen der Allianz gehört eine bessere Unterstützung von Bezahlmodellen, aber auch ein erhöhter Anteil an den Werbeeinnahmen von Facebook und Google. Prognosen von Emarketer zufolge werden die beiden Konzerne 2017 ganze 60 Prozent des digitalen Werbemarktes in den USA auf sich vereinen. Dass die Allianz wirklich eine Ausnahmegenehmigung vom US-Kongress bekommt, sehen Experten derzeit als unwahrscheinlich an.

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Eine Reaktion
Gero Pürwitz

Das Problem bei all diesen Bezahlmodellen ist, das man mit einem oder zwei Beiträgen das ganze Heft bezahlt. Wenn Vernunft und nicht Gier die Messlatte setzen würde und ein Artikel 0,10 € oder 0,20 € kosten würde, könnte man ja drüber nachdenken, solche Modelle gut zu finden.

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