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Facebook plant wohl Einführung von Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für Messenger

Code-Fragmente in der Beta-Version von Facebooks iOS-App weisen darauf hin, dass es bald eine Möglichkeit zur Ende-zu-Ende-Verschlüsselung in Messenger und Facebook geben könnte. Aus wirtschaftlichen Aspekten wäre diese Maßnahme für Facebook allerdings nicht ratsam.

Nachdem bereits WhatsApp in diesem Jahr flächendeckende Verschlüsselung eingeführt hat, könnte nun auch bald der Mutterkonzern Facebook eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung ausrollen. Dafür sprechen Release Notes von einem Twitter-User, der anscheinend Zugang zur Beta-Version von Facebooks iOS-App hat. Viele Details sind allerdings noch unklar.

Viele Fragen und Unklarheiten

Ob es sich bei den Release Notes, die der Twitter-Nutzer iOSAppChanges veröffentlicht hat, um die offiziellen Release Notes der Facebook-Beta handelt, oder um eine selber zusammengetragene Variante aufgrund von Code-Analyse ist unklar. Betrachtet man ältere Beiträge des Nutzers, scheinen seine Informationen aber meistens seriös zu sein.

Insgesamt gibt es dabei zwei spannende Funktionen beziehungsweise Hinweise:

  • In der Facebook-Messenger-App in Version 67 soll es zunächst die Möglichkeit geben Chats als geheim zu markieren. Damit wird wird ein zusätzliches Passwort (oder ein Fingerabdruck) benötigt, um den Chatverlauf einsehen zu können. Ob bei dieser Funktion der Chat auch verschlüsselt wird, ist nicht klar.
  • Außerdem soll es in der Facebook-App in Version 56 Hinweise auf eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung geben. Allerdings gibt es keine genaueren Informationen, an welcher Stelle eine solche Verschlüsselung zum Einsatz kommen könnte.

Aus wirtschaftlicher Sicht erscheint so eine Maßnahme für Facebook höchst unwahrscheinlich. Immerhin verdient Facebook Geld durch gezielte Vermarktung von Werbeplätzen. Die dafür nötigen Daten gewinnt Facebook unter anderem aus den Nachrichtenverläufen der Nutzer, die unverschlüsselt auf den Facebook-Servern liegen und dort automatisch analysiert werden können.

Ende-zu-Ende-Verschlüsselung: Synchronisation zwischen Geräten ist schwer

Auch ist fraglich wie sehr eine E2E-Implementation den Komfort des Messengers einschränken würde. Verschlüsselte Nachrichten lassen sich nicht leicht zwischen mehreren Geräten synchronisieren, weil dazu auch der private Schlüssel zwischen den Geräten ausgetauscht werden müsste, was eine potenzielle Schwachstelle im Sicherheitskonzept ist. WhatsApp hat dieses Problem mit ihrem Web-Client gelöst, indem die Nachrichten lokal via WLAN an ein zweites Gerät weitergeleitet werden, was aber bedeutet dass beide Clients im gleichen WLAN-Netzwerk sein müssen.

via stadt-bremerhaven.de

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