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Facebook führt Preroll-Ads ein und schraubt weiter an der Video-Monetarisierung

Facebook bringt jetzt doch Preroll-Ads. (Screenshot: Facebook)

Lange Zeit sprach sich Facebook gegen Preroll-Ads aus. Jetzt gab das Netzwerk bekannt, die kurzen Werbeclips vor Videos ab 2018 testen zu wollen.

Facebook führt mehrere Veränderungen in der Video-Distribution und -Monetarisierung durch. Unter anderem sollen Preroll-Ads, also kurze Werbeclips vor Videos, getestet werden. Nutzer können aber aufatmen: Die Anzeigen werden nicht bei Videos im normalen Newsfeed ausgespielt, sondern nur dort, wo User aktiv nach Videoinhalten suchen. Dazu gehört zum Beispiel Facebook Watch, eine Facebook-eigene Videoplattform, die Youtube Konkurrenz machen soll und bisher nur in den USA verfügbar ist.

Weniger Werbeunterbrechungen

Außerdem ändert Facebook seine Richtlinien für Midroll-Ads, also Werbeclips die als Unterbrecher-Spots in der Mitte von Videos geschaltet werden. Diese sollen künftig nur noch bei mindestens dreiminütigen Videos möglich sein. Ein solcher Unterbrecherspot soll frühestens nach einer Minute eingesetzt werden können. Zuvor war es möglich, schon bei 90-sekündigen Videos nach 20 Sekunden eine Midroll-Ad zu schalten. Zudem hat Facebook zur Auswertung von Ad-Breaks neue Metriken eingeführt. Publisher können in einem gesonderten Tab ihre Monetarisierungsleistungen getrennt von ihren Videometriken auswerten. Weiterhin wurden die Kennzahlen Ad-Break-Impressionen und Ad-Break-CPM eingeführt.

Weiterhin wird die Unterstützung für Werbeunterbrechungen in Live-Videos limitiert. Künftig steht diese Profilen und Seiten mit weniger als 50.000 Followern nicht mehr zur Verfügung. Nach Ansicht von Facebook erfüllen diese die Inhaltsrichtlinien für die Monetarisierung nicht und können wegen ihrer kleineren Zielgruppen keine sinnvollen Einnahmen erzielen.

Neue Gewichtung von Videos im Newsfeed

Auch das Newsfeed-Ranking erfährt ein Update: Künftig erhalten Videos ein stärkeres Gewicht, nach denen User aktiv suchen oder zu deren Publisher sie regelmäßig zurückkehren, um dessen Videos anzusehen. Video-Produzenten soll es so beispielsweise erleichtert werden, mit Videos, die Teil einer Serie sind, eine breite Zielgruppe zu erreichen.

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