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Facebook-Spam: Likejacker wegen falscher Porno-Links von Justin Bieber und Selena Gomez verklagt

©iStockphoto.com/ymgerman

Facebook reagiert äußerst allergisch auf Spam. Jetzt verklagt das Soziale Netzwerk einen Likejacker wegen falscher Porno-Links von Prominenten.

Facebook vs. Christopher Peter Tarquini: Aktionen wurden über Jahre verfolgt

Facebook verklagt einen Spammer, der das Soziale Netzwerk mit gefälschten Porno-Links von Promis bombardiert hat. Wie „Courthouse News“ berichtet, wurde ein Mann namens Christopher Peter Tarquini von Facebook in einem Gerichtspapier als Urheber etlicher Spam-Wellen benannt. Facebook hat Tarquini anscheinend über Jahre verfolgt.

Der Angeklagte sei angeblich der Urheber verschiedener Aktionen gewesen: Beispielsweise habe er Video-Links verteilt, die Porno-Inhalte von Justin Bieber und Selena Gomez suggerierten. Klickten Nutzer auf einen solchen Link, wurden sie aufgefordert, eine App zu installieren, die dem Spammer Zugang zum jeweiligen Facebook-Account verschaffte und mit der Tarquini schlussendlich die Kontrolle über die Accounts übernehmen konnte. Die Folge: Der Link wurde über den jeweiligen Nutzer-Account erneut an alle Freunde geteilt. Schlussendlich sind die Nutzer auf Webseiten Dritter gelangt, wofür der Angeklagte eine Provision erhielt. Facebook begründet die Anklage zum einen mit der Verletzung der internen AGB sowie einiger US-amerikanischer Landes- und Bundesgesetze.

Facebook-Spam: Likejacker gehen mit unseriösen Links auf Klickfang. (Screenshot: CrossEyedMinistry)
Facebook-Spam: Likejacker gehen mit unseriösen Links auf Klickfang. (Screenshot: CrossEyedMinistry)

Facebook-Spam: Nicht die erste Klage des Sozialen Netzwerks

Schon im vergangenen Jahr hat Facebook eine Werbefirma verklagt. Das Unternehmen Adscend Media hatte Facebook-Nutzer ebenfalls in die Spam-Falle gelockt und soll damit monatlich 1,2 Millionen US-Dollar erwirtschaftet haben. Facebook und der US-Staat Washington gingen gegen das Unternehmen vor – und gewannen den Rechtsstreit. Adscend Media verpflichtete sich daraufhin, Facebook-Nutzer nicht mit irreführenden Links zum Klick zu animieren. Die Werbefirma zahlte insgesamt 100.000 US-Dollar Anwaltskosten – ein Bruchteil der damals 20 Millionen US-Dollar, die das Unternehmen insgesamt durch sogenanntes „Likejacking“ eingenommen haben soll.

Facebook-Spam: Wie erkenne ich Likejacking?

Worauf müssen Nutzer achten, wenn es um „Likejacking“ geht? Wir haben beim Blog mimikama.at nachgefragt: Laut Tom und Roman vom „ZDDK“-Team kann man Spam-Fallen leicht an drei Punkten erkennen:

  • Die „Play“-Knöpfe der angeblichen Videos weisen eine schlechtere Qualität als das Vorschaubild auf.
  • Die Links verweisen auf dubiose Seiten wie .ws oder .co.de.
  • Es ist kein Film-Symbol beim Link auf Facebook vorhanden.

Des weiteren sollte man darauf verzichten, zusätzliche Plugins und/oder Programme zu installieren. Seriöse Bild- und Videoquellen benötigen keine außergewöhnlichen Erweiterungen, um zu funktionieren. Auch sollte man unbekannten Apps auf Facebook keinerlei Berechtigungen erteilen.

via www.courthousenews.com

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