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Facebook-Störung zeigt, wie die KI deine Bilder taggt

(Bild: Shutterstock/Michael Candelori)

Abgesehen von der Panik, die viele Leute ergreift, wenn Facebook, Instagram oder Whatsapp down sind, hat die jüngste Störung auch etwas Interessantes gezeigt.

Bei Whatsapp konnten keine Sprachnachrichten mehr versendet werden, bei Instagram wurden die Storys nicht geladen und auf Facebook wurden für viele Nutzer keine Bilder mehr dargestellt. Doch statt grauer oder weißer Kästen ohne Inhalt standen in blauer Schrift Details zu dem eigentlich erscheinenden Bild an eben dieser Stelle. Ein Zeichen, wie Facebook mithilfe von künstlicher Intelligenz Bilder taggt.

Dank das Facebook-Ausfalls konnten Nutzer einen Blick hinter die Kulissen werfen. Bilder wurden durch Tags ersetzt, die ihnen von den Bildverarbeitungssystemen des Unternehmens zugewiesen wurden. Das konnte zum Beispiel etwas wie „Bild enthält: Mann lächelt, Hund, drinnen“ oder ganz einfach „Bild enthält: Blume“ sein. So sieht also das Leben bei Facebook für einen Computer aus. Aber nicht nur Szenerien oder Objekte wurden beschrieben, auch die Gesichtserkennung von Facebook kam zum Einsatz und gab Aufschluss darüber wer, sich auf dem Foto befindet.

Informationen könnten zur Anzeigenplatzierung genutzt werden

Seit 2016 setzt Facebook maschinelles Lernen ein, um Bilder und Fotos auf diese Weise zu lesen. Das Projekt ist ein wichtiger Bestandteil der Bemühungen um Barrierefreiheit. Anhand der Tags werden Fotos und Videos für Benutzer mit Sehbehinderungen beschrieben. Die Tags können auch nachträglich noch manuell bearbeitet werden um Dinge zu ergänzen, die die KI nicht erkannt hat und um so die Barrierefreiheit weiter zu erhöhen.

Ob Facebook diese Informationen auch zur Ausrichtung von Anzeigen verwendet, ist unklar. Nutzer und Nutzerinnen sollten sich jedoch bewusst machen, dass sie anhand von Bildern, die Facebook mithilfe von künstlicher Intelligenz vertaggt, viele Daten preisgeben. Fotos von Haustieren, Sportveranstaltungen, Urlauben oder irgendwelchen Sammlungen sagen viel über Hobbys und Interessen aus – hier können dank der KI viele Informationen extrahiert werden.

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4 Kommentare
Titus von Unhold
Titus von Unhold

„Dank das Facebook-Ausfalls konnten Nutzer einen Blick hinter die Kulissen werfen.“

Blödsinn. Das ist zum einen lediglich die (auch vom Nutzer beinflussbare) Bildbeschreibung die für barrierearmes surfen genutzt wird und zum anderen jederzeit abrufbar ist wenn man seinen Browser entsprechend konfiguriert. Funktioniert auch bei Instagram oder Twitter.

Antworten
Kevin Pliester

„Nutzer“ bedeutet ja nicht gleich, dass jeder weiß was er mit seinem Browser alles machen kann. Meine Frau hat es zum Beispiel nicht gewusst und die nutzt Facebook.

Antworten
P. Ho
P. Ho

Was hat dieser Artikel denn jetzt an Neuem über die KI-Tagging-Strategie aufgedeckt?

So ein Quatsch – Klickbaiting pur!
Dass die Bilder automatisch getagged werden, dürfte jedem Benutzer klar sein.

Antworten

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