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Reaktion auf antisemitisches Targeting: Facebook updatet Werbezielgruppen

Facebook entfernt Angaben zu Arbeit und Ausbildung aus dem Ad Targeting. (Foto: dpa)

Gezielte Facebook-Werbung für „Jew Hater“ oder „German Schutzstaffel“ sorgte in den letzten Tagen für viel Wirbel. Facebook entfernte diese Kategorien und räumt jetzt das Ad-Targeting generell auf.

In einem Blogpost erklärte Facebook, selbst-auszufüllende Felder als Basis für das Targeting von Werbeanzeigen zu entfernen, um zu verhindern, dass das Targeting für diskriminierende und rassistische Zwecke ausgenutzt werden kann. Jobtitel, Unternehmen, Universität und Bildung können nicht mehr für das Targeting herangezogen werden – zumindest solange, bis Facebook einen Weg gefunden hat, die missbräuchliche Verwendung zu verhindern.

Wie kam es dazu?

Facebook ermöglichte es Werbetreibenden, als Zielgruppe für Werbeanzeigen rassistische und antisemitische Kategorien auszuwählen, wie ProPublica berichtete. Ermöglicht wurde dies durch selbst-auszufüllende Felder in den Profilen der Facebook-Nutzer, wie etwa Bildungsweg oder Beruf. Aus diesen Angaben kreiert der Algorithmus Kategorien für das gezielte Ausspielen von Werbeanzeigen.

Was bedeutet das für Werbetreibende

Werbekampagnen mit Anzeigengruppen für Zielgruppen auf Basis von Beruf und Ausbildung werden auch weiterhin auf Facebook ausgespielt. Allerdings werden diese Einstellungen nicht mehr berücksichtigt. Dies ist vor allem für Werbetreibende im B2B-Bereich problematisch, die genau diese Kategorien für eine streuverlustfreie Anzeigen-Ausspielung brauchen. Es ist also davon auszugehen, dass Facebook schnell mit einer Lösung aufwarten wird. Zu wichtig sind die betroffenen Targeting-Optionen.

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