News

Facebook testet 100 Millionen Zeilen Code in 30 Minuten

(Foto: Wachiwit/Shutterstock)

Das Entwicklerteam von Facebook hat ein eigenes Werkzeug zur statischen Code-Analyse erstellt und stellt nun erstmals Details dazu vor. Das Projekt habe Tausende Sicherheitslücken verhindert.

Seit einigen Jahren arbeitet Facebook eigenen Angaben zufolge an dem Werkzeug Zoncolan, das das Unternehmen zur statischen Code-Analyse nutzt. Das zuständige Entwickerteam hat nun erstmals öffentlich Details des Projekts im Engineering-Blog von Facebook vorgestellt. Beeindruckend ist vor allem die Leistungsfähigkeit von Zoncolan.

Denn der Veröffentlichung zufolge umfasst der Webcode von Facebook derzeit mehr als 100 Millionen Zeilen Code in der Sprache Hack. Dieser könne dank des Werkzeugs in weniger als 30 Minuten komplett überprüft werden. In der Vorstellung hebt das Team diese massive Skalierbarkeit hervor, weist aber ebenso darauf hin, dass mit dem Vorgehen natürlich nicht alle Fehler gefunden werden könnten, sondern nur bestimmte Fehlerklassen. Der Einsatz habe dennoch Tausende potenzielle Sicherheitslücken verhindert.

Wichtiger Bestandteil der Entwicklungsarbeit

Zoncolan agiert als Parser für den Code und erstellt dabei eine Repräsentation des Control-Flow-Graphs des Codes sowie einen Call-Graph, also das Verhalten der Funktionen sowie deren Interaktionen miteinander. Die Idee von Zoncolan ist es, diese Abstraktion zu nutzen, um den Verlauf von Eingabedaten nachzuverfolgen. Dabei wird der Ablauf mit einem großen Regelwerk verglichen. Schlägt Zoncolan auf eine der hinterlegten Regeln an, überprüft ein Entwickler aus dem Security-Team den betroffenen Code.

Facebook beschreibt das Werkzeug als einen mittlerweile integralen Bestandteil seiner Entwicklungsarbeit. Der Name des Werkzeugs leitet sich offenbar von einem Berg in Italien ab. Der Monte Zoncolan gilt als einer der steilsten Anstiege in Europa für Radsportler. Sowohl das Herrenrennen Giro d’Italia als auch die Damenvariante Giro Rosa nutzten den Berg bereits als Etappenziel.

Autor des Artikels ist Sebastian Grüner.

Bitte beachte unsere Community-Richtlinien

Wir freuen uns über kontroverse Diskussionen, die gerne auch mal hitzig geführt werden dürfen. Beleidigende, grob anstößige, rassistische und strafrechtlich relevante Äußerungen und Beiträge tolerieren wir nicht. Bitte achte darauf, dass du keine Texte veröffentlichst, für die du keine ausdrückliche Erlaubnis des Urhebers hast. Ebenfalls nicht erlaubt ist der Missbrauch der Webangebote unter t3n.de als Werbeplattform. Die Nennung von Produktnamen, Herstellern, Dienstleistern und Websites ist nur dann zulässig, wenn damit nicht vorrangig der Zweck der Werbung verfolgt wird. Wir behalten uns vor, Beiträge, die diese Regeln verletzen, zu löschen und Accounts zeitweilig oder auf Dauer zu sperren.

Trotz all dieser notwendigen Regeln: Diskutiere kontrovers, sage anderen deine Meinung, trage mit weiterführenden Informationen zum Wissensaustausch bei, aber bleibe dabei fair und respektiere die Meinung anderer. Wir wünschen Dir viel Spaß mit den Webangeboten von t3n und freuen uns auf spannende Beiträge.

Dein t3n-Team

Schreib den ersten Kommentar!

Melde dich mit deinem t3n Account an oder fülle die unteren Felder aus.

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus!

Hey du! Schön, dass du hier bist. 😊

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus, um diesen Artikel zu lesen.

Wir sind ein unabhängiger Publisher mit einem Team bestehend aus 65 fantastischen Menschen, aber ohne riesigen Konzern im Rücken. Banner und ähnliche Werbemittel sind für unsere Finanzierung sehr wichtig.

Danke für deine Unterstützung.

Digitales High Five,
Stephan Dörner (Chefredakteur t3n.de) & das gesamte t3n-Team

Anleitung zur Deaktivierung