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Facebook: Anfragen von Strafverfolgungsbehörden nehmen weltweit zu

(Foto: achinthamb / Shutterstock, Inc.)

Immer häufiger wenden sich Strafverfolgungsbehörden aus aller Welt an Facebook. Das geht aus dem aktuellen Transparenzbericht des sozialen Netzwerks hervor.

Facebook: Regierungsanfragen nehmen zu

In einem halbjährlichen Transparenzbericht erfasst Facebook alle Anfragen von Regierungsbehörden aus der ganzen Welt. Jetzt hat das soziale Netzwerk die Zahlen für das erste Halbjahr 2017 veröffentlicht. Aus dem Bericht geht hervor, dass die Anzahl der Anfragen von Regierungsbehörden weltweit um 21 Prozent im Vergleich zum zweiten Halbjahr 2016 angestiegen ist. Insgesamt stieg die Zahl von 64.279 auf 78.890 behördliche Anfragen.

Auch in Deutschland haben die Strafverfolgungsbehörden vermehrt Auskünfte bei Facebook eingeholt. Während im zweiten Halbjahr 2016 noch 4.422 Anfragen gestellt wurden, stieg die Zahl im ersten Halbjahr 2017 auf 5.211 Anfragen. Außerdem hat Facebook auf Geheiß staatlicher Stellen insgesamt 1.297 Inhalte wegen Volksverhetzung, aus Gründen des Jugendschutzes oder aufgrund illegaler Verkäufe blockiert.

Facebok-Transparenzbericht: Das waren die behördlichen Anfragen in Deutschland in der ersten Jahreshälfte 2017. (Screenshot: transparency.facebook.com)

1.051 dieser Inhalte wurde blockiert, weil Nutzer den Holocaust geleugnet hatten. In der zweiten Jahreshälfte 2016 wurde aus diesem Grund der Zugang zu 656 Beiträgen eingeschränkt. Hier liegt demnach eine Steigerung von mehr als 60 Prozent vor. Allerdings bleibt unklar, ob es tatsächlich einen Anstieg an Beiträgen gab, in denen der Holocaust geleugnet wurde, oder ob solche Inhalte mittlerweile häufiger gemeldet werden. So oder so bleibt es ein trauriger Rekord.

Weltweit wurden in der ersten Jahreshälfte um 304 Prozent mehr Inhalte blockiert als in den sechs Monaten davor. Laut Facebook lag das vor allem an einem Video, in dem das Schulmassaker von Monterrey zu sehen war. Auf Geheiß der mexikanischen Strafverfolgungsbehörden sperrte Facebook den Zugriff auf mehr als 20.000 Instanzen des Clips.

Facebook erfasst erstmals auch genaue Zahlen zu Urheberrechtsverstößen

Da Facebook immer mehr zur Video-Plattform geworden ist und mittlerweile auch unzählige Güter über das Netzwerk verkauft werden, hat das Unternehmen im Transparenzbericht erstmals auch alle Anfragen zu Copyright-Verstößen und Produktfälschungen gesondert aufgeführt. Insgesamt erhielt Facebook im ersten Halbjahr 224.464 Anfragen wegen Urheberrechtsverstößen, 41.854 Anfragen wegen Trademark-Verletzungen und 14.279 Anfragen aufgrund von gefälschten Produkten.

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