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Facebook-App sammelt Daten über Android-Bibliotheken und lädt sie hoch

(Foto: Shutterstock/Natee Meepian)

Die Android-App von Facebook sammelt Daten über die Bibliotheken des Betriebssystems und lädt diese teilweise auf einen Server hoch. Facebook will dazu nichts sagen.

Facebooks Android-App sammelt detaillierte Informationen über das installierte Betriebssystem und lädt diese auf einen Facebook-Server hoch. Wie die IT-Expertin Jane Manchun Wong herausfand und auf Twitter erläutert, sammelt die App Metadaten über die auf dem System installierten Bibliotheken und lädt diese, falls sie Facebook noch nicht bekannt sind, auf einen Server hoch.

Die entsprechende Funktion mit dem Namen Global Library Collector (GLC) erstellt dabei eine Liste mit Dateinamen und Hashes der Bibliotheken. Die Informationen werden an einen Service von Facebook weitergegeben, dieser stellt auch eine API bereit, aus der ausgelesen werden kann, welche Bibliotheken auf einem System bereits erkannt und von welchen bereits Kopien hochgeladen wurden.

Gründe bleiben unklar

Um private Daten dürfte es sich dabei in aller Regel nicht handeln. Die Systembibliotheken enthalten lediglich Binärcode, der Funktionen des Betriebssystems bereitstellt.

Welchen Zweck diese Datensammlung hat, bleibt unklar. Wong spekuliert, dass es hierfür auch legitime Zwecke geben könnte, etwa Debugging oder eine Prüfung der Systemintegrität. Sie verweist darauf, dass Googles Play Store ähnliche Funktionalität hat, allerdings mit zwei wichtigen Unterschieden: Google verheimlicht diese Datensammlung nicht und man kann sie im Optionsmenü abschalten.

Facebook: kein Kommentar

Wong fordert, dass Facebook erklären sollte, wozu dieser Service dient, etwa in Form eines Blogposts. Doch dort hat man im Moment nicht vor, diese Funktion in irgendeiner Weise zu erklären oder zu rechtfertigen. Golem.de hat bei Facebook nachgefragt, wozu diese Funktion dient. Die knappe Antwort lautete: „Facebook kommentiert das von Ihnen angesprochene Thema aktuell nicht.“

Autor des Artikels ist Hanno Böck.

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