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Marketing

Basiert der Erfolg von Facebook-Videos auf Diebstahl? YouTuber üben harte Kritik [Video]

Facebook feiert gigantische Meilensteine in Sachen Video. Doch der Erfolg soll zu oft auf Content-Diebstahl basieren. YouTuber kritisieren jetzt die geschönten Zahlen mit einem Video, das gerade viral geht.

Facebook schickt sich an, zum ernsthaften YouTube-Konkurrenten zu werden. Im letzten Quartalsbericht konnte das soziale Netzwerk auf satte acht Milliarden tägliche Views verweisen. Etliche neue Funktionen sollen zudem helfen, diese Zahl noch stärker zu befördern.

Doch davon profitieren nicht unbedingt alle Videoproduzenten. Viele sind sogar verärgert, weil der Erfolg von Facebook-Videos in vielen Fällen auf Content-Diebstahl beruhen soll – und das soziale Netzwerk reagiere nicht gebührend darauf.

Freebooting auf Facebook: YouTuber kritisieren Content-Diebstahl und geschönte Zahlen

„How Facebook is Stealing Billions of Views“ – die YouTuber von „In a Nutshell“ üben harte Kritik an Facebook. (Screenshot: YouTube)
„How Facebook is Stealing Billions of Views“ – die YouTuber von „In a Nutshell“ üben harte Kritik an Facebook. (Screenshot: YouTube)

In einem YouTube-Clip von „In a Nutshell“ wird jetzt schwere Kritik an Facebook geübt. In einer Stichprobe der 1.000 meistgesehenen Clips sollen fast drei Viertel widerrechtlich kopierte Inhalte gewesen sein. Das Video hat binnen weniger Tage knappe 1,4 Millionen Views generiert und wurde auch unter YouTube-Influencern stark geteilt. So schrieb auch der Video-Künstler Casey Neistat auf Twitter „I HATE FACEBOOK for creating an environment that encourages & promotes theft of others hard work.“

Facebook kontert Kritik: „Wir nehmen den Schutz von geistigem Eigentum sehr ernst!“

Den Vorwurf, dass Facebook wissentlich diese Inhalte gewähren lasse, um die eigenen Statistiken zu stärken, und kein adäquates Copyright-System habe, weist das Unternehmen mit Nachdruck zurück. „Wir nehmen den Schutz von geistigem Eigentum sehr ernst und haben zahlreiche Systeme installiert, um potentielle Verstöße auf unserer Plattform zu adressieren“, gibt uns Stefan Stojanow – Communications-Manager DACH bei Facebook – auf Anfrage zu verstehen.

„Accounts, die wiederholt gegen Urheberrechte verstoßen, werden gesperrt!“

Facebook nutze beispielsweise „Audible Magic“, um die Verbreitung von nicht autorisierten Videoinhalten zu verhindern. Außerdem verweist der Facebook-Manager darauf, dass Rechteinhaber eine Funktion zum Melden von Inhalten hätten, um Urheberrechtsverletzungen anzuzeigen. „Wenn wir eine berechtigte Meldung erhalten, entfernen wir diese Inhalte. Accounts, die wiederholt gegen Urheberrechte und geistiges Eigentum verstoßen, werden gesperrt“, so Stojanow.

Die Kritiker im Video behaupten, dass bis dahin die meisten Clips längst 99 Prozent all ihrer Zugriffe erhalten hätten. Bei YouTube sei die Situation zwar auch nicht perfekt, mit Content ID habe man aber zumindest die gröbsten Auswüchse des Content-Klaus mittlerweile im Griff. Bei Facebook hingegen tue man so, als ob das Problem gar nicht vorhanden wäre und kündige einen Meilenstein nach dem anderen an.

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