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Marketing

Facebook: Viralwunder Upworthy verliert 46 Prozent des Traffics

Ist es ein Fehler, wenn eine Webseite 46 Prozent ihres Traffics verliert?

Stellt euch vor, ihr habt ein gut gehendes Internetportal. Und dann bricht euch fast die Hälfte des Traffics weg. Alles wegen Facebook. Unglaublich? Nein. Genau dies passierte Upworthy.

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Upworthy setzt bei seinen Beiträgen vor allem auf die Verbreitung in Facebook. (Screenshot: Upworthy.com)

Wer hoch fliegt, kann tief fallen. Beim Portal Facebook dann Anfang Dezember den Algorithmus des Newsfeed änderte, schlug die starke Ausrichtung auf Facebook ins Negative um. In den folgenden zwei Monaten verlor Upworthy 46 Prozent des Traffics, zeigen jetzt Zahlen von Quantcast.

Facebook lässt die einen verlieren und die anderen gewinnen

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Im Dezember und Januar gingen die Besucherzahlen dramatisch zurück. (Screenshot: Quantcast)

Die Zahlen für die Analyse stammen von Quantcast und sind öffentlich zugänglich. Die Statistik zeigt einen großen Anstieg bis Anfang November, dann ging es bergab. In absoluten Zahlen verlor Upworthy im Dezember knapp 23 Millionen Besucher gegenüber dem Vormonat. Der Januar war ebenfalls schlecht, noch einmal fehlten dem Portal rund 19 Millionen Besucher. Ein herber Verlust. Upworthy-Mitgründer Peter Koechley sieht die Ursache hier allerdings nicht bei Facebook. Er sieht in dem „Absturz“ nur eine Regulierung auf das vorherige Niveau. Außerdem sei weiterhin ein Aufwärtstrend erkennbar.

Doch was hat das Facebook jetzt damit zu tun? Business Insider hat die Statistiken von Upworthy mit denen einiger anderer Portale verglichen, die ein ähnliches Prinzip verfolgen. Die meisten ähnlichen Seiten haben dabei ebenfalls Besucher eingebüßt. Bis auf eine: Buzzfeed. Der Grund könnte in einer ganz einfachen Tatsache liegen: Buzzfeed kauft Facebook-Werbung und beeinflusst damit scheinbar die Sichtbarkeit in den Newsfeeds der Facebook-Nutzer. Nicholas Carlson von Business Insider findet, Facebook sende damit ein falsches Signal. So sei offensichtlich für Facebook nicht Qualität relevant, sondern schlicht und einfach der wirtschaftlich profitabelste Content.

via www.businessinsider.com

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3 Reaktionen
pixagentur

Genau so ist es... Man kann sich nicht nur auf Facebook konzentrieren und das beste hoffen.
Es gibt ja zum Glück noch andere Kanäle. Print darf man auch nicht vergessen. Kann man damit auch noch gute Ergebnisse erzielen. Hängt aber von der Zielgruppe ab.

Leider gibt es kein Patentrezept.

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Bennet

Das zeigt doch auch, dass es schlichtweg ein betriebswirtschaftliches Risiko ist, seine Trafficgenerierung auf nur einen Marketingkanal zu konzentrieren.

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pixagentur

Das ist wirklich bitter. Zeigt aber wo die Reise hingeht.
Verwundert aber auch nicht. Facebook muss eben Geld verdienen und da liegt es nahe die Bedingungen so zu ändern, dass mehr für Werbung ausgegeben wird.
Wir konnten beobachten, dass es für das gleiche Budget zwar ähnlich höhe Impressionen gibt, aber teils deutlich geringere Klickraten.

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