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Facebook weitet Test mit „Breaking News“-Label aus

Facebook gibt 50 weiteren Publishern Zugang zum „Breaking News“-Label. Damit können Nachrichtenseiten künftig Eilmeldungen besser als solche kennzeichnen.

Bereits im November 2017 testete Facebook das „Breaking News“-Label mit einer kleinen Gruppe lokaler und nationaler Nachrichtenverlage in den USA, darunter auch die Washington Post. Nun weitetet Facebook den Test auf 50 weitere Publisher in Nord- und Lateinamerika sowie Europa und Australien aus.

Wie funktioniert das „Breaking News“-Label?

Nachrichtenseiten können Instant Articles, mobile und Desktop-Links sowie Facebook-Live-Videos mit diesem Label kategorisieren. Der Indikator kann nur einmal am Tag verwendet werden. Publisher können dabei festlegen, wie lange eine Meldung als Eilmeldung gekennzeichnet sein soll. Die Markierung bleibt jedoch maximal für sechs Stunden erhalten. Außerdem erhalten Nachrichtenverlage einen Extra-Pool von fünf „Breaking News“-Indikatoren im Monat.

Die Washington Post konnte das „Breaking News“-Label bereits. (Screenshot: Facebook)

Nutzer sollen zudem eine Feedback-Möglichkeit erhalten, wenn sie der Meinung sind, dass Nachrichtenseiten das Label missbrauchen. Dies dürfte auch notwendig sein, denn das Label und die damit verbundene höhere Interaktionsrate sind verlockend.

Laut Facebook erzielten im ersten Test mit dem Label markierte Nachrichten

  • 4 Prozent höhere Click-Through-Raten,
  • 7 Prozent mehr Likes,
  • 4 Prozent mehr Kommentare,
  • 11 Prozent mehr Shares.

Publisher erhalten zudem konkrete Analysedaten in ihren Seitenstatistiken, um die Performance von „Breaking News“-Artikeln besser auswerten zu können. Facebook betont, dass es sich hier um einen frühen Test handelt. Sollte dieser erfolgreich sein, könnten weitere Nachrichtenseiten hinzugefügt werden.

Die Test mit dem „Breaking News“-Label stellen einen Versuch von Facebook dar, Twitter als Hauptquelle für aktuelle Nachrichten anzugreifen. Während Nachrichtenmeldungen im Facebook-Newsfeed oft erst nach Stunden oder gar Tagen die Nutzer erreichen, wenn das Thema bereits abgekühlt oder mit umfassenderen Informationen besprochen wurde, gilt Twitter noch immer als wichtigster Service für Echtzeit-Meldungen im Social Web.

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