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Facebook will an Bankdaten von Nutzern

Mithilfe von Bankdaten will Facebook Services anbieten, die über den aktuellen Marketplace hinaus gehen. (Foto: Facebook)

Einem Medienbericht zufolge hat Facebook mehrere US-Banken um Kundendaten gebeten – die Banken haben Bedenken wegen des Datenschutzes.

Nicht nur mit Freunden chatten, sondern verstärkt Produkte kaufen und verkaufen – Facebook will sich breiter aufstellen und Services anbieten, die über den aktuellen Marketplace hinausgehen. Wie das Wall Street Journal unter Berufung auf Insider-Infos berichtet, hat Facebook im letzten Jahr große US-Banken um Kundendaten gebeten. Der Social-Media-Gigant interessiert sich dabei unter anderem für den Kontostand und Transaktionen und will wissen, wo Kunden online einkaufen.

Mehrwert für User oder Gefahr für die Daten?

Demnach überlegt Facebook, ein Feature in den Messenger zu integrieren, das Usern ihren Kontostand anzeigt – und das sie auch noch warnen soll, wenn betrügerische Aktivitäten auf dem Konto geschehen. Durch solche neuen Services könne man User dazu bringen, noch mehr Zeit im Messenger zu verbringen, heißt es.

Die Banken haben dem Bericht zufolge Bedenken wegen des Datenschutzes geäußert und sich dabei wohl noch an den Skandal um Facebook und Cambridge Analytica erinnert – eine Bank habe die Anfrage bereits abgelehnt. Die meisten Banken setzten lieber auf eigene Online-Angebote, anstatt mit Dritten zu kooperieren. Dabei stehen sie aber vor der Herausforderung, etwa mit PayPal mitzuhalten. Facebooks Kooperationsangebot könnte also trotz aller Bedenken für die Banken verlockend sein.

Facebook verspricht Datenschutz

Währenddessen betont Facebook den möglichen Mehrwert der Daten und verspricht, die Daten weder zu Werbezwecken zu nutzen, noch an Dritte weiterzugeben. Wie genau die Daten geschützt werden sollen und ob Bankkunden dabei erst um ihr Einverständnis gebeten würden, ist aber nicht klar.

„So wie viele andere Online-Unternehmen, sprechen wir mit Finanzinstituten routinemäßig darüber, wie wir das Einkaufs-Erlebnis der Menschen verbessern können“, sagte Facebook-Sprecherin Elisabeth Diana dem Wall Street Journal. Auch Google und Amazon versuchen dem Bericht zufolge, mit Banken zu kooperieren und interessieren sich dabei für Kundendaten.

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