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Audio-Mitschnitte: Facebook geht gegen Elizabeth Warren in die Offensive

Falls nötig, will Facebook-CEO Mark Zuckerberg eine Klage gegen die US-amerikanische Regierung einreichen, um eine Zerschlagung seines Unternehmens zu verhindern (Foto: Shutterstock).

Facebook-CEO Mark Zuckerberg hat in internen Sitzungen gegen Elizabeth Warren ausgeteilt und erklärt, dass das Unternehmen bei einer Zerschlagung in einen Rechtsstreit mit der US-amerikanischen Regierung treten wird.

Inmitten der Diskussionen um die Zerschlagung von Facebook wurden The Verge zwei Stunden lange Mitschnitte aus zwei internen Sitzungen des Unternehmens im Juli zugespielt (Transkription). Demnach hat Mark Zuckerberg seinen Mitarbeitern erklärt, dass Facebook einen Rechtsstreit haben werde und dass Facebook diesen gewinnen werde, wenn die Kandidatin für das US-Präsidentschaftsamt Elizabeth Warren sich bei der Wahl 2020 durchsetzen und eine Zerschlagung des Unternehmens in die Tat umsetzen sollte. Er wolle keine Klage gegen die eigene Regierung, wenn jemand jedoch mit so etwas Existenziellem drohe, dann müsse man auf die Matte steigen und kämpfen.

Zerschlagung führt zu Fragmentierung

Die Diskussion um Tech-Unternehmen wie Facebook, Google oder Amazon seien „beunruhigend“ und es gebe keine starken Argumente für einen solchen Schritt wie eine Zerschlagung, erklärt Zuckerberg. Damit würden die Probleme nicht gelöst werden und das Risiko von politisch motivierter Manipulation bei Wahlen und von Hasskommentaren würde ebenso wenig sinken.

Das Gegenteil sei der Fall. So würde eine Fragmentierung eintreten, durch die Unternehmen nicht in der Lage seien, in der gleichen Weise in Sicherheit zu investieren, wie es derzeit der Fall sei. Er glaube jedoch, dass die Probleme der Wahrheit entsprechen und wenn das Unternehmen nicht helfen würde, sie zu lösen, würden die Menschen nur wütender und wütender werden. Dies könne dann dazu führen, dass man die Probleme „mit dem Hammer“ lösen wolle. Für diesen Fall gibt es laut Zuckerberg jedoch die Rechtsstaatlichkeit und er sei froh darüber.

Warren kontert über Twitter

Elizabeth Warren hat über Twitter auf Zuckerbergs Aussagen reagiert und ihre Position verteidigt. So müsse man ein korruptes System reparieren, das es riesigen Unternehmen wie Facebook ermögliche, sich an illegalen wettbewerbswidrigen Praktiken zu beteiligen, auf Datenschutzrechten der Nutzer herumzutrampeln und sich wiederholt der Verantwortung zu entziehen, die Demokratie zu schützen.

Die Demokratin nutzt die Diskussionen um Tech-Unternehmen, um ihren Wahlkampf anzutreiben. So verglich sie in einer Rede im März Amazon mit den Hunger Games und ist der Meinung, dass der Schritt einer Zerschlagung eine gesunde Konkurrenz auf dem Markt fördern würde, wie Medium schreibt. Große Tech-Unternehmen würden dadurch unter Druck gesetzt werden und dazu gezwungen werden, verantwortungsvoller mit Nutzeranliegen wie dem Datenschutz umzugehen.

Politischer Druck auf Facebook steigt

Der Druck auf Facebook durch die amerikanische Politik nimmt zu. Das Justizministerium hat im Juli eine kartellrechtliche Überprüfung des Unternehmens angekündigt und Donald Trump hat Zuckerberg bereits ins Oval Office beordert, um mit ihm über eine mögliche Zerschlagung zu sprechen. Die Verbraucherschutzbehörde FTC hingegen hat im Zusammenhang mit Datenschutzskandalen eine Fünf-Milliarden-Dollar-Strafe gegen das Unternehmen verhängt.

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