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Facebooks milliardenschwere Cash-Reserven treiben Gerüchte über Börsen-Aus

Facebook hat viel Geld. (Foto: Shutterstock)

Facebook hat ein Luxusproblem: Der Zuckerberg-Konzern sitzt auf einem Cash-Berg von 52 Milliarden US-Dollar. Was macht Facebook mit dem Geld? Analysten spekulieren etwa über ein Aus an der Börse.

Es gibt nur eine Handvoll Konzerne, die mehr Geld auf der hohen Kante haben als Facebook. Dazu gehören Microsoft, Apple und Alphabet, die jeweils auf mehr als 100 Milliarden Dollar sitzen. Mit seinen gut 52 Milliarden Dollar in Cash-Reserven gehört Facebook aber in die Top Ten der US-Unternehmen mit den höchsten Cash-Bergen. Kaum verwunderlich also, dass Analysten sich zu wilden Spekulationen hinreißen lassen. Überlegt wird etwa, ob Facebook-Boss Mark Zuckerberg seinen Konzern von der Börse nehmen wird.

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Cash-Berg: Facebook zahlt keine Dividende

Dass Facebook zuletzt so viel Geld ansammeln konnte, liegt unter anderem daran, dass der Konzern keine Dividende zahlt, wie CNBC berichtet. Zudem hat Facebook sein – angesichts niedriger Börsenkurse 2018 – forciertes Aktienrückkaufprogramm in den vergangenen Monaten wieder zurückgefahren, nachdem der Aktienkurs von unter 130 Dollar wieder auf knapp 200 Dollar gestiegen ist.

Die wohl wahrscheinlichste Möglichkeit, die Bargeldreserven abzubauen, wäre ein größerer Zukauf. So soll Facebook für Fitbit geboten haben, bevor Alphabet den Zuschlag bekommen hat. Allerdings dürfte Facebook angesichts des politischen Gegenwinds derzeit doch eher weniger Anstrengungen unternehmen, sich ein größeres Unternehmen einzuverleiben. In den USA werden derzeit die Stimmen lauter, die eine Aufspaltung des Social-Media-Riesen fordern.

Spekulationen über Facebook-Pläne

Zuckerberg, so spekuliert etwa Analyst John Freeman von CFRA Research, könnte schlicht die Nase voll von den Herausforderungen haben, die ein börsennotiertes Unternehmen verursacht – und Facebook von der Börse nehmen. Vorgemacht hat das etwa Michael Dell mit dem gleichnamigen Computerhersteller. Anfang des Jahres hatte Dell den Konzern aber wieder zurück aufs Börsenparkett gebracht.

Ein solcher Schritt gilt aber als wenig wahrscheinlich. Marktbeobachter empfehlen eher das Auszahlen einer Dividende. Aber auch darüber, dass Facebook einen Netflix-Herausforderer, einen eigenen Zahlungsanbieter oder ein Cloud-Computing-Unternehmen an den Start bringen könnte, spekulieren Analysten. Andere gehen davon aus, dass die einzelnen Facebook-Dienste schlicht ausgebaut und profitabler gemacht werden. Außerdem dürfte Facebook in den kommenden Monaten mehr Geld in die Forschung und Entwicklung sowie den Ausbau der Moderationsdienste stecken.

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Ein Kommentar
Mike
Mike

Gibt es Quellen zu den vielen Spekulationen von Analysten, wie es der Titel suggeriert? Wenn ja, warum werden diese hier nicht genannt?

„Ein solcher Schritt gilt aber als wenig wahrscheinlich.“
Was ist denn die Begründung dafür; das fände ich tatsächlich sehr spannend. In dem verlinkten CNBC Artikel klingt das für mich gar nicht mal so unwahrscheinlich – und dort werden, im Vergleich zum t3n-Artikel, die Zahlen tiefer analysiert. Es klingt dort wie eine Option – aber zumindest nicht die unwahrscheinlichste.

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