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Fachkräfte-Mangel: Deutschland zu wenig attraktiv für Zuwanderer

(Foto: Shutterstock)

Einer OECD-Studie zufolge liegt Deutschland bei der Attraktivität für ausländische Fachkräfte nur im Mittelfeld. Die Schweiz, Irland, die Niederlande oder Norwegen bieten hier offenbar mehr.

Bei einem kürzlich erschienenen Digital-Ranking von Expats musste sich Deutschland mit einem Platz im hinteren Mittelfeld begnügen. Bemängelt wurde unter anderem das Thema bargeldlose Zahlung. Nicht ganz so trüb gestaltet sich die Attraktivität Deutschlands für ausländische Fachkräfte. Doch auch hier hat die Bundesrepublik laut einer OECD-Studie Nachholbedarf und befindet sich international gesehen auf dem zwölften Platz.

OECD: „Deutlich bessere Bedingungen“ außerhalb Deutschlands

Der gemeinsam mit der Bertelsmann-Stiftung erstellten Studie zufolge bieten andere OECD-Länder wie die Schweiz, Irland, die Niederlande oder Norwegen ausländischen Fachkräften „deutlich bessere Bedingungen“. Bei der Erstellung des Rankings griffen die Studienautoren auf ein Set von Indikatoren zurück, um die Rahmenbedingungen für hochqualifizierte Migranten zu analysieren. Dazu gehörten etwa die Qualität der beruflichen Chancen, Einkommen und Steuern, Zukunftsaussichten und Lebensqualität.

Ausländische Fachkräfte: Deutschland wertet Abschlüsse ab

Einer der Hauptgründe für das mäßige Abschneiden der Bundesrepublik ist laut Studie, dass hierzulande ausländische Abschlüsse häufig stark abgewertet würden. Bei weiteren wichtigen Faktoren wie der Erteilung von Visa oder Aufenthaltserlaubnissen für Hochqualifizierte liegt Deutschland im internationalen Vergleich dagegen eher weit vorn.

Besseres Abschneiden bei Attraktivität für Studierende und Unternehmer

Deutlich besser steht Deutschland da, wenn es um die Attraktivität für Studierende und Unternehmer geht. Studierende finden der Studie nach nur in der Schweiz und Norwegen bessere Bedingungen als hierzulande. Auf der Attraktivitätsskala für Unternehmer liegt Deutschland auf Platz sechs, hinter Kanada und Neuseeland, sowie der Schweiz, Schweden und Norwegen.

„Es ist erfreulich, dass Deutschland besonders für internationale Studierende gute Möglichkeiten bietet. Wir brauchen aber auch kurz- und mittelfristig mehr Zuwanderung von bereits akademisch ausgebildeten Fachkräften, für die Deutschland leider nicht besonders attraktiv ist“, kommentiert Jörg Dräger, Vorstand der Bertelsmann Stiftung, die Studienergebnisse.

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Ein Kommentar
Titus von Unhold
Titus von Unhold

Ein schöne PAuschalisierung. Hier eine andere: Deutschland bei Digitaltalenten zweitbeliebtester Arbeitsmarkt:

https://www.rethink-blog.de/fachkraeftemarkt/deutschland-bei-digitaltalenten-zweitbeliebtester-arbeitsmarkt/

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